Waldeck-Frankenberg

Dioxin: Landkreis noch nicht betroffen

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- Waldeck-Frankenberg (mba). Laut Landwirtschaftsministerium sind bislang keine hessischen Betriebe von dem Futtermittelskandal betroffen. Auch der Kreisbauernverband sieht derzeit kein Risiko für heimische Betriebe.

Mit Dioxin belastetet Hühnereier sind derzeit in aller Munde: Ein Unternehmen in Schleswig-Holstein, der Fette und Spezialchemikalien vertreibt, hatte mit dem krebserregenden Stoff verunreinigtes Fett an mehrere Futtermittelhersteller geliefert. Von dort gelangte das giftige Futter – so weit bekannt – an Geflügel- und Schweinemastbetriebe in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen – und über deren Produkte weiter in die Ladentheken von Lebensmittelgeschäften. Hessische Betriebe sind laut hessischem Landwirtschaftsministerium bislang nicht von dem Skandal betroffen.

"Es gibt keine Hinweise, dass Futter, Eier oder Schlachtkörper nach Hessen gelangt sind, die mit Dioxin belastet sind“, sagt Ministeriumssprecher Thorsten Neels. Das Ministerium habe sich schon Ende des vergangenen Jahres über das Regierungspräsidium in Gießen bei den heimischen Futtermittelherstellern danach erkundigt. „Es gab keine Kontakte zu den betroffenen Herstellern.“ Die Nachvollziehbarkeit der Vertriebswege werde von den betroffenen Ländern kontrolliert. Es sei relativ unwahrscheinlich, dass belastetete Futtermittel nach Hessen gekommen seien, bei Tierkörpern und Eiern könne man das aber nicht gänzlich ausschließen.

Auch Dr. Martin Rintelen vom Fachdienst Veterinärwesen des Landkreises sieht keinen Grund zur Besorgnis und beruft sich auf die Mitteilung des Landwirtschaftsministeriums. Demnach sind keine belasteten Futtermittel in den Landkreis gelangt. Was die Kontrollen angeht, sagte Rintelen, der die Abteilung für Lebensmittelüberwachung leitet: „Wir werden tätig, wenn wir erfahren, dass belastetes Futter in die Betriebe gelangt ist.“

Merh lesen Sie in der WLZ-FZ vom Donnerstag, 6. Januar

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