Messe „total regional“ wird verbunden mit Eröffnung der Bahnlinie Korbach – Frankenberg

Direktvermarkter laden nach Herzhausen

Herzhausen - An einem außergewöhnlichen Standort läuft am 13. September die neunte Direktvermarktermesse des Kreises: auf dem neuen Parkplatz des Herzhäuser Bahnhofs nahe der Eder.

Noch sind die Bauarbeiter dabei, die Flächen einzuebnen und die künftigen Parkbuchten zu pflastern, doch in vier Wochen soll alles hergerichtet sein. Denn am Sonntag, 13. September, wird die Bahnstrecke zwischen Korbach und Frankenberg wiedereröffnet. In dieses große Fest mit vielen Angeboten entlang der Strecke wird auch die beliebte Messe „total regional“ eingebunden, die stets Tausende Besucher anlockt. Turnusgemäß hätte sie diesmal in Frankenberg stattfinden müssen, doch zum großen Tag bauen die Anbieter ihre Stände am neuen „Park&Ride“-Parkplatz in Herzhausen auf. Was alles von 10 bis 18 Uhr läuft, stellten Vertreter des Kreises und der Gemeinde Vöhl vor. Die Messe biete wieder eine „schöne Mischung“ aus Produkten der regionalen Landwirtschaft und des Kunsthandwerks, erklärte Dorothea Loth vom Fachdienst Landwirtschaft der Kreisverwaltung. Auch die kulinarischen Angebote seien vielfältig, sie reichten von „Schepperlingen“ über Milchsuppe, Eis und Crêpes bis zu Kuchen. Die Kinder erwartet ein Programm mit Schminken und Spielen. Außerdem gibt es einige Info- und Aktionsstände des BUND, des Naturparks oder der Hauberner Ölmühle. Auch die WLZ-FZ ist vertreten. Der Fachdienst zeigt an seiner neuen mobilen „Kleinmolkerei“, wie aus Milch Butter hergestellt wird. „Es ist eine tolle Sache, dass wir die Direktvermarktermesse mit der Gemeinde nach Herzhausen holen“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf. Sie habe mit ihrer Vielfalt an Produkten ihren festen Platz in der Region. In Verbindung mit der Eröffnungsfeier der Bahn erhalte sie überregionale Aufmerksamkeit, „das ist eine gute Werbung“. Er lobte die Organisatoren des Fachdienstes. Die Gemeinde unterstütze sie sehr. Auch Fachdienstleiter Wilhelm Spangenberg würdigte das Engagement seiner Mitarbeiter, die an dem Sonntag auch ehrenamtlich im Einsatz seien. „Das ist nicht selbstverständlich.“ Rund 80 Aussteller bauen ihre Stände auf, „wir haben nicht mehr Platz“, sagte Loth. Der Standort am Auslauf des Edersees, an der Bundesstraße 252 und der Bahnlinie bringe Strukturprobleme mit sich, erklärte der Kreisdezernent für Direktvermarktung und Verbraucherschutz, Fritz Schäfer. „Es war schwieriger als gedacht.“ Stellplätze für Autos sind wenig vorhanden. Das Verkehrskonzept sei derzeit in der Abstimmung, sagte Loth. Es sehe vor, Parkplätze in der Umgebung auszuweisen und einen Shuttle-Dienst zur Messe einzurichten. Bürgermeister Matthias Stappert rief die Besucher auf, einfach mit der Bahn zu kommen. Dann könnten sie die Produkte der Messe genießen, einkaufen, ein Bierchen trinken und entspannt wieder heimfahren. „Wir sind froh, dass wir die Messe zum ersten Mal in Vöhl haben“, sagte Stappert. „Das ist ein besonderes Ereignis für uns.“ Der Standort sei nicht unproblematisch: „Große Herausforderungen brauchen eine große Lösung“, aber es werde schon gelingen: „Alle ziehen an einem Strang, wir sehen eine tolle Gemeinschaftsleistung.“Die Idee der Messe sei von besonderem Reiz, Produkte in der Region zu vermarkten, sagte Karl-Heinz Göbel von der Sparkasse, die neben der EWF Sponsor ist. Dies sichere Arbeitsplätze, sorge für kurze Wege und vermeide den „Verpackungswahn“. Besucher erhielten gesunde Nahrungsmittel frisch vom Hof. Und die Landwirtschaft erzeuge „Wertschöpfung in der Region“, ergänzte Stappert. Bleibt noch eins – Schäfer: „Wir hoffen auf gutes Wetter.“ Von Dr. Karl Schilling

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare