Battenberg: Mann und Frau mit Hubschraubern in Kliniken geflogen

Dramatisches Ende eines Grillabends

Battenberg/Frankenberg - Ein Mann und eine Frau haben am Donnerstagabend eine Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten, weil sie einen glimmenden Grill mit in die Wohnung genommen haben. Hinzugerufene Rettungsassistenten des DRK hatten Glück: Ein CO-Warner schlug an und meldete die tödliche Gefahr. Im Einsatz waren Notarzt, Polizei, Feuerwehr und zwei Rettungshubschrauber.

Nach Angaben der Polizei hatten der 48-Jährige und seine Besucherin, eine 36 Jahre alte Frau aus Russland, am Himmelfahrtstag gemeinsam gegrillt. Am späten Abend trugen sie den noch glimmenden Grill in die Wohnung, um die Restwärme zu nutzen.Was beide nicht bedachten: Beim Brennen wird giftiges Kohlenmonoxid freigesetzt.

Als die Frau nach einer halben Stunde bewusstlos wurde, stürzte und sich eine Platzwunde zuzog, verständigte der Mann den Rettungsdienst. Die Besatzung des Rettungswagens ging zunächst von einem Sturz und nicht von einem Kohlenmonoxid-Unfall aus - zum Glück schlugen dann aber CO-Warner an, die beide Retter am Gürtel trugen.Beide verständigten Polizei, Notarzt und Feuerwehr.

Die Brandschützer lüfteten die Wohnung. Nach der Erstversorgung wurden Rettungshubschrauber angefordert, die am Frankenberger Krankenhaus und am Katastrophenschutzzentrum landeten. Die Frau wurde in das Rhein-Main-Klinikum Wiesbaden, der Mann in eine Klinik in Halle an der Saale geflogen.

Nach Polizeiangaben verfügen die Kliniken über spezielle Druckkammern zur Behandlung von CO-Vergiftungen. Lebensgefahr besteht den Angaben zufolge nicht. (da)

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