53 Mannschaften sind beim Kreisentscheid der Feuerwehrleistungsübungen in Korbach angetreten

Dreimal Gold für Goldhausen

So sehen Sieger aus: Für den Bezirksentscheid haben sich die besten sechs Teams qualifiziert. Fotos: Lutz Benseler
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So sehen Sieger aus: Für den Bezirksentscheid haben sich die besten sechs Teams qualifiziert. Fotos: Lutz Benseler

Korbach - Alles Gold: Beim Kreisentscheid der hessischen Feuerwehrleistungsübungen haben gleich drei Teams aus Goldhausen mit bis zu hundertprozentigen Ergebnissen abgeräumt. Sieger des Wettbewerbs war das Team Goldhausen III.

Knoten, funken, löschen, retten: Die Brandschützer aus dem Korbacher Stadtteil haben unter den 53 teilnehmenden Mannschaften aus dem ganzen Landkreis ihr Handwerk am besten verstanden und sich damit für den Bezirksentscheid am 27. Juni in Bebra (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) qualifiziert. Neben Goldhausen III (100 Prozent) fahren auch Goldhausen I (100), Ober-Werbe (99,7), Goldhausen II (99,3), Nieder-Ense (98,7) und Bad Arolsen (98,3) zur nächsten Runde.

Das Szenario: Ein Haus brennt, eine Person liegt bewusstlos im Wohnzimmer

Die Wettkämpfe auf der Hauer starteten um acht Uhr morgens. Neben einem theoretischen Teil mit 15 Fachfragen mussten die Wehrleute einen Praxistest bewältigen. Das Szenario: In einem Raum im Erdgeschoss eines Einfamilienhauses ist ein Feuer ausgebrochen, das sich auf die gesamte Wohnung ausgebreitet hat. Eine bewusstlose Person befindet sich noch im Wohnzimmer am Ende des Flures.

Brandrauch dringt sichtbar aus den Ritzen der Haustür, Fensterscheiben sind durch die Hitze des Brandes geplatzt. Das Feuer droht an der rechten Gebäudeseite überzuschlagen. Über einen Kriechgang gelangen die Brandschützer im Wettbewerb in das fiktive Haus, bekämpfen dort den Brand und retten die verletzte Person, über eine Leiter löschen unterdessen ihre Kameraden das Feuer seitlich des Hauses. Die letzte Station des praktischen Teils: das Knotenlegen. Vier richtige Knoten in sensationellen 14 Sekunden schaffte die Mannschaft aus Bad Arolsen. Das langsamste Team brauchte für zwei Knoten 115 Sekunden. 20 Schiedsrichter aus den Nachbarlandkreisen Marburg-Biedenkopf, Schwalm-Eder und Kassel bewerteten die Leistungen der Waldeck-Frankenberger Feuerwehrleute.

Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf, Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick, sein Stellvertreter Bernd Berghöfer, Manfred Hankel, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, und der Korbacher Stadtrat Heinz Merl übergaben die Urkunden und die Siegestrophäe - die Skulptur eines Drehleiterfahrzeugs. Wer den Titel dreimal gewinnt, darf die Trophäe für immer behalten. Goldhausen hatte zuletzt 2007 den ersten Platz belegt.

40 Teams schaffen die Leistungsstufe Gold, elf bekommen Silber

Alle teilnehmenden Mannschaften hatten die Übungen erfolgreich absolviert. 40 schafften die mit jeweils 125 Euro vom Land Hessen dotierte Leistungsstufe Gold, elf die mit 100 Euro dotierte Leistungsstufe Silber und zwei die Leistungsstufe Bronze, für die es 75 Euro für die Mannschaft gibt.

Bei den Übungen gehe es nicht nur ums Gewinnen, sagte Deutschendorf: Die Feuerwehrleute hätten sich damit auch für den Einsatz vorbereitet, so der Erste Kreisbeigeordnete und für den Brandschutz zuständige Dezernent zu den Teilnehmern der Leistungsübungen. Manfred Hankel dankte den Organisatoren der Veranstaltung und den vielen Helfern hinter den Kulissen. Die Stadt Korbach ist regelmäßig Gastgeber der Leistungsübungen und sei damit, so Heinz Merl, die „Hauptstadt der Feuerwehren in Waldeck-Frankenberg“.

Von Lutz Benseler

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