Obermeister Fritz Faupel sieht Umstieg auf E-Mobilität kritisch

E-Mobilität in Waldeck-Frankenberg: Werkstätten sehen Schwierigkeiten

uea3319 E-Auto Steckdose E-Mobilität Foto: panama7/123rf/Barmenia
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Die Waldeck-Frankenberger Autohäuser und Kfz-Werkstätten passen sich an: Viele Händler haben bereits E-Autos im Programm und auch Reparaturen sind bei immer mehr Unternehmen möglich.

„Wir wollen auch weiterhin auf Qualität und Weiterentwicklung setzen“, berichtet Fritz Faupel, der bei der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg Obermeister der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes ist.

Man dürfe sich natürlich nicht vor dieser Technik verschließen, sondern müsse auf die Kunden eingehen und ihre Wünsche berücksichtigen. Der Kunde sei ja schließlich König.

Fritz FaupelInnungsmeister

Dass der Übergang zur E-Mobilität schwierig sein kann, mussten viele Unternehmen in dieser Branche erkennen. „Viele Arbeiten fallen weg, die gerade für die Existenz der Werkstätten nötig sind. E-Fahrzeuge sind deutlich einfacher gebaut und verfügen daher über weniger Verschleißteile, die reparaturanfällig sind.“ Auch die vielen neuen Spezial-Werkzeuge und die Weiterbildungen im Bereich Elektro seien kostspielig.

Aus diesen Gründen steht Faupel dem E-Auto kritisch gegenüber. „Im Sinne der Umwelt ist das sicherlich ein guter und wichtiger Schritt, dennoch bin ich der Meinung, dass wir gerade im ländlichen Bereich auf Hybrid-Fahrzeuge setzen sollten, da diese eine höhere Reichweite haben und gerade die Kfz-Betriebe beim Umstieg unterstützen würden“, berichtet er. In der Stadt sei das etwas anderes: „Dort werden zum größten Teil Kurzstrecken zurückgelegt, für die ein Elektro-Auto ideal geeignet ist.“

In diesem Zusammenhang weist der Innungsmeister auf die Fahrzeuge hin, die mit Wasserstoff angetrieben werden und sieht auch diese als marktfähig an. „Die Entwicklung in diesem Bereich soll fortgesetzt werden. Diese Fahrzeuge haben ebenfalls einen Verbrennungsmotor und sind daher eine wirtschaftlich gute Alternative aus Sicht der Kfz-Betriebe.“

Es sei wichtig, die heimischen Unternehmen zu unterstützen, da diese international Vorreiter im Bereich des Kraftfahrzeuggewerbes sind. 

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