Aus der Not eine Touristenattraktion machen – Der Pegel sinkt, Atlantis taucht auf

Edersee-Atlantis lockt viele Feriengäste

+
Edersee-Atlantis lockt viele Feriengäste, hier die  Aseler Brücke.

Waldeck. Das Edersee-Atlantis ist bedroht: Wasser und Sonne setzen den Mauerresten zu. Die Anwohner versuchen auf unterschiedlichen Wegen, die Dorfstellen zu erhalten.

„Versunkene Dörfer: Dieser deutsche See birgt ein Geheimnis“. Unter Überschriften wie dieser berichten Zeitungen und Online-Portale in Deutschland in dieser Woche über den Edersee und sein Atlantis. Durch einen Bericht der Deutschen Presse-Agentur, den etwa die Bild, Spiegel Online und die Welt veröffentlicht haben, bekommen der Edersee und die versunkenen Überreste der einstigen Dörfer derzeit große mediale Aufmerksamkeit. Obwohl der See also so leer ist wie noch nie Anfang Juli, wird er in den kommenden Wochen wieder viele Feriengäste anlocken. 

700 000 Übernachtungen und drei bis vier Millionen Tagesgäste registriert man jährlich am Edersee. Die meisten kommen wegen des Wassers. Die Pegelstände sind ein Politikum: Der Edersee soll die Weser-Schifffahrt sichern. Doch das Ablassen des Wassers ist ein Nachteil für den Wassersport. Touristiker und Gemeinden der Ferienregion hätten daher lieber einen vollen See. „Unsere Marke ist der Edersee“, sagt Claus Günther, Geschäftsführer der Touristic GmbH. (dpa/jpa)  

Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare