Facebook-Gruppen mit jeweils knapp 1000 Mitgliedern

"Eggestones" und "Eder Steine": Immer mehr bunte Steine im Landkreis auf Reise

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Hat die Aktion im Waldeckischen mit angestoßen: Lena Deutschländer mit zwei „Eggestones“.

Im Norden des Landkreises heißen sie „Eggestones“, im Süden „Eder Steine“. Wenn die Aktionen auch unterschiedliche Namen haben, so ist der Sinn dahinter derselbe: Kindern und auch Erwachsenen in Corona-Zeiten etwas Spaß bieten.

Rund 2000 Menschen sind mittlerweile Mitglieder in den beiden jeweiligen Facebook-Gruppen.

Die Idee ist einfach: Steine werden von Kindern oder Erwachsenen bunt bemalt oder mit Sprüchen versehen und irgendwo im Freien, auf Feldwegen, an Wiesen oder auf Baumstämmen oder Bänken platziert. Wer einen solchen Stein findet, macht davon ein Foto, postet es in der „Eggestones“- oder „Eder Steine“-Gruppe bei Facebook und legt den Stein dann an anderer Stelle wieder für den nächsten Finder aus.

Gästeführerin Marion von Rüden hatte im Westfälischen, in Marsberg, die Aktion unter dem Namen „Eggestones“ ins Rollen gebracht, Lena Deutschländer aus Massenhausen hat sie im Waldeckischen verbreitet.

Sie war durch Zufall im Internet auf jemanden gestoßen, der sie in die Facebook-Gruppe „Eggestones“ einlud. Eigentlich wollte sie mit ihrer dreijährigen Tochter nur ein paar Steine bemalen – als weitere Bespaßung in Corona-Zeiten. Seitdem ist sie begeistert dabei, zusammen haben Mutter und Tochter bislang gut 50 Steine bemalt, ausgelegt und viele weitere Menschen animiert, auch mitzumachen.

Raus in die Natur, Müll sammeln, Heimat kennen lernen

Jeden Tag kommen in den beiden Gruppen in dem sozialen Netzwerk zahlreiche neue Fotos von gefundenen und wieder ausgesetzten Steinen dazu. „Ich bin echt überrascht, welche Kreise das gezogen hat und freue mich total, dass es so vielen Menschen Spaß macht“, sagt Marion von Rüden. Ihr war wichtig, dass die Menschen bewusster in die Natur gehen, „und bestenfalls auch Müll sammeln, den man leider erst gar nicht suchen muss“. Ein weiterer toller Effekt aus ihrer Sicht: Man setze sich mehr mit der Heimat auseinander, vor allem Kinder und Jugendliche.

Gut 1000 Mitglieder hat jede der beiden Gruppen bei Facebook mittlerweile. Auch vor Corona gab es sie schon, doch in den vergangenen beiden Monaten haben sie großen Zulauf bekommen. Und: Jeder ist herzlich eingeladen, mitzumachen und ebenfalls bemalte Steine auf die Reise zu schicken. 

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