Gleichgeschlechtliche Paare nutzen Gesetzesänderung

Ehe für alle: Mehr als 20 Trauungen in Waldeck-Frankenberg

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Mehr als 20 Trauungen in Waldeck-Frankenberg: Die Ehe für alle findet Anklang. Immer mehr gleichgeschlechtliche Paare nutzen die Gesetzesänderung.

Seit gut einem Jahr dürfen gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland heiraten und Kinder adoptieren. Seit der Gesetzesänderung im Oktober 2017 haben sich bundesweit rund 10.000 homosexuelle Paare das Ja-Wort gegeben. Auch in Waldeck-Frankenberg haben 20 Paare bereits die Möglichkeit genutzt. Weitere folgen noch.

Im Standesamtsbezirk Frankenberg – zu dem auch Rosenthal, Frankenau, Gemünden und Haina gehören – wurden vier gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen. Drei waren Umwandlungen einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, sagt Standesbeamtin Heidrun Bock. Insgesamt gibt es im Bezirk elf eingetragene Lebenspartnerschaften. Eine weitere Eheschließung ist für das Jahr 2018 noch geplant.

In Korbach gab es bisher vier gleichgeschlechtliche Ehen. Eine davon wurde neu geschlossen, drei wurden von einer Lebenspartnerschaft in eine Ehe umgewandelt. Für 2018 liegen noch ein bis zwei Anfragen für Eheschließungen vor.

Im Register der Standesamtsbezirks Korbach werden aktuell sieben bestehende Lebenspartnerschaften geführt. „Wie im Eheregister auch gibt es weitere Partnerschaften, die zwischenzeitlich wieder aufgelöst wurden“, sagt Carsten Vahland, Abteilungsleiter des Standesamtes. Der Standesamtsbezirk Allendorf/Eder mit Battenberg, Bromskirchen, Burgwald und Hatzfeld meldet vier gleichgeschlechtliche Ehen.

Zwei Lebenspartnerschaften wurde in eine Ehe umgewandelt, sagt Standesbeamtin Andrea Grebing. Im Bezirk gibt es neun eingetragene Lebenspartnerschaften. Weitere Umwandlungen und Eheschließungen sind für 2018 nicht geplant.

Seit der Gesetzesänderung gab es im Standesamtsbezirk Nordwaldeck (Bad Arolsen, Breuna, Volkmarsen) fünf Umwandlungen in Ehen, im Jahr 2018 wurden drei Ehen neu geschlossen. Das berichtet Standesbeamtin Jutta Nitzge.

Von Julia Henniges

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