Stefan Bonn sieht Hauptanklagepunkte nicht bestätigt

Eichenlaub-Anwalt fordert Teilfreispruch

Der ehemalige Landrat Helmut Eichenlaub steht seit September 2015 vor der Wirtschaftskammer des Landgerichts Kassel.

Kassel/Korbach. Im Prozess um den früheren Landrat Helmut Eichenlaub vor dem Landgericht Kassel hat die Verteidigung am Montag einen Freispruch in den beiden Hauptanklagepunkten beantragt: Die Vorwürfe der Bestechlichkeit und der Untreue träfen nicht zu, sagte Eichenlaubs Anwalt Stefan Bonn in seinem Plädoyer.

Einen Versicherungsbetrug hatte der Ex-Landrat bereits an einem früheren Verhandlungstag zugegeben. Eichenlaub ist außerdem wegen Steuerhinterziehung angeklagt.

Die Anklage wirft Eichenlaub vor, Provisionen für Anlagegeschäfte des Landkreises, des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft und der Energie Waldeck-Frankenberg mit der schweizerischen Privatbank LB Swiss kassiert zu haben, die eigentlich der Sparkasse Waldeck-Frankenberg zugestanden hätten.

Bonn erklärte die Überweisungen mit einer privaten Geldanlage in eine verlustreiche „Lex Konzept Rente“, aus der Eichenlaub Schadenersatz zugestanden habe. Sein Mandant sei von rechtmäßigen Zahlungen der LB Swiss ausgegangen. Bonn: „Wie sie intern verhandelt wurden, entzog sich seiner Kenntnis.“

Freispruch für ihre Mandanten forderten die Verteidiger eines mitangeklagten früheren Managers der Sparkasse und eines ehemaligen Mitglieds der Geschäftsleitung der LB Swiss.

Mehr in der Waldeckischen Landeszeitung vom 1. März 2016

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