Prozess gegen den ehemaligen Landrat vor dem Landgericht Kassel

Eichenlaub gibt Versicherungsbetrug zu

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Helmut Eichenlaub ist angeklagt wegen Untreue, Bestechlichkeit und Betrugs.

Kassel. Helmut Eichenlaub hat vor dem Landgericht Kassel einen Versicherungsbetrug zugegeben: Der frühere Landrat räumte am Montag ein, durch falsche Angaben zu einem Verkehrsunfall die Versicherung des Landkreises zur Erstattung von gut 3300 Euro gebracht zu haben. Die Anklage treffe in diesem Punkt zu, ließ er seinen Anwalt aus seiner Erklärung verlesen.

Gegenüber der Versicherung hatte Eichenlaub angegeben, im Dezember 2009 auf dem Weg zu einem dienstlichen Termin bei Glatteis mit seinem Privatwagen gegen einen Container auf seinem Grundstück gerutscht zu sein. Tatsächlich hatte sein Sohn den Unfall in Frankenberg verursacht: Er war in der Steingasse mit seinem schwarzen Audi A3 auf den Golf Variant einer Frau aus Allendorf/Eder aufgefahren.

Anwalt Stefan Bonn verlas am Montag dazu eine Erklärung Eichenlaubs: Er habe damals zum Ende seiner Amtszeit unter großem Stress gestanden und Medikamente einnehmen müssen. Als sein Sohn ihm von dem Unfall beichtete, habe er sich sehr aufgeregt und sich hinreißen lassen, gegenüber der Versicherung falsche Angaben zu machen. Er bedauere sein Fehlverhalten sehr. Bereits 2011 hatte Eichenlaub die rund 3300 Euro an die GVV-Kommunalversicherung zurückgezahlt.

Mehr lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung am 1. Dezember 2015.

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