Waldeck-Frankenberg

Eichenlaub: Nummer mit vielen Anschlüssen

- Waldeck-Frankenberg (jk). Die Regierungszeit von Ex-Landrat Helmut Eichenlaub hat auch 2010 noch ein teures elektronisches Echo: Der Kreis hat die DSL-Leitung für Eichenlaub nicht rechtzeitig gekündigt.

Die Nachwehen der Amtszeit von Helmut Eichenlaub sind aufwendig, zermürbend und teuer. Allein der Aufmarsch für Akteneinsichtsausschuss, Revision, Nachbereitung in der Verwaltung und Staatsanwaltschaft schlagen personell kräftig zu Buche. Aber auch Eichenlaubs Telefon- und Onlinegebühren fordern selbst 2010 noch einen deftigen Nachschlag: Die Kreisverwaltung hat offenbar verschlafen, vorm Abschied des Ex-Landrats Ende 2009 die Kosten für eine elektronische Standleitung und DSL-Nutzung zu kündigen. 23 000 Euro Telefonkosten Aus dem jüngsten Bericht der Revisionsabteilung im Kreishaus geht hervor, dass „durch nicht rechtzeitige Kündigung von Telefonleistungen zum 31.12.2009 im Haushaltsjahr 2010 zusätzliche Kosten in Höhe von rund 6200 Euro entstanden sind“. Dieser immense Betrag für Eichenlaubs persönliche Datenautobahn ist etwa gleich mit den Kosten für Eichenlaubs Standleitung und DSL-Nutzung des Jahres 2009, die in der Verwaltung falsch gebucht worden sind. Statt unter „Telefonkosten“ des Kreisausschusses wurde die Summe ins Budget für „Zentrale Dienste“ gelenkt. Dies passt zur Gesamtstrategie unter Eichenlaubs Ägide im Kreishaus, die Kosten für luxuriöse Amtsführung auf möglichst viele Töpfe und Töpfchen zu streuen – damit die immensen Beträge und Überschreitungen am Ende möglichst nicht auffallen. Denn die 6500 Euro für Standleitung und DSL im Jahre 2009 sind nur ein Teil der elektronischen Kosten, die Eichenlaub durch sein mobiles Landratsleben verursacht hat: Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Ausgabe vom Donnerstag, 28. Oktober 2010.

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