Ex-Landrat Eichenlaub: „Provision“ in der Schweiz war Entschädigung für Schrott-Rente

Eichenlaub sieht sich als Opfer einer Kampagne

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Der frühere Waldeck-Frankenberger Landrat Helmut Eichenlaub muss sich vor dem Landgericht Kassel verantworten.

Korbach/Kassel. Im Prozess wegen Untreue, Betrugs und Bestechlichkeit hat Ex-Landrat Helmut Eichenlaub gestern die Anschuldigungen vehement zurückgewiesen.

Eichenlaub sieht sich als Opfer einer „beispiellosen politischen Hetzkampagne“ und einer Diffamierungsstrategie der Presse, wie der Ex-Landrat Waldeck-Frankenbergs am Mittwoch vorm Landgericht Kassel erklärte. Eichenlaubs anderthalbstündige Erklärung reichte chronologisch vom Abschluss zweier Verträge für eine „Schrott-Rente“ aus den Jahren 1998 und 1999, die damals von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) propagiert worden war, bis zu den Verhandlungen um Auflösung und Entschädigung mit der Helaba und deren Schweizer Tochterfirma „LB Swiss“. Beim „Haustürgeschäft“ mit der Altersvorsorge seien ihm damals falsche Versprechungen mit hohen Renditen gemacht worden. Dass eine Entschädigung dafür bei der „LB Swiss“ zwischen 2006 und 2009 intern als Provision (Retrozessionszahlungen) verbucht wurde, davon habe er bis Frühjahr 2010 nichts gewusst, betonte Eichenlaub. So erhob der Ex-Landrat gestern schwere Vorwürfe gegen den mitangeklagten früheren LB-Swiss-Vorstand, warf der Schweizer Helaba-Tochter „unseriöses, kundenschädigendes Geschäftsgebaren“ vor.

Mehr in unserer Zeitungsausgabe vom Donnerstag.

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