Waldeck-Frankenberg

Eichenlaub: Sparkasse fordert mehr als 300.000 Euro Provisionen zurück

- Waldeck-Frankenberg. Mittlerweile geht es in der Causa Eichenlaub um 309.000 Euro, die als Vermittlungsprovisionen für Geldgegschäfte des Landkreises von der LB-Swiss auf ein vom Ex-Landrat benanntes Konto gezahlt werden sollten. 62.000 Euro wurden bereits überwiesen, für den Rest bestanden Anwartschaften. Das teilten Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Michael Bott und Landrat Dr. Reinhard Kubat am Freitag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit. Die Sparkasse hat mittlerweile Forderungen auf diese Summe geltend gemacht.

Offenbar gab es aus der Sparkasse Waldeck-Frankenberg eine Anweisung, die Buchungen vorzunehmen. Das gehe aus einer Aktennotiz der LB-Swiss vor, so Kubat. Weitere Dokumente, die dies belegten, gebe es weder bei der schweizer Bank noch bei dem heimischen Geldinstitut. Der Mitarbeiter stünde inzwischen nicht mehr in den Diensten der Sparkasse, betonte Bott. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit, die Ermittlungen auf weitere Personen auszuweiten.

"Wir gehen davon aus, dass das Geld der Sparkasse zusteht", erklärte Bott weiter. Der Vorstand habe bereits entsprechende Forderungen gegenüber der LB-Swiss geltend gemacht. Die Bank in Zürich habe die Summen unterdessen auf ein Sonderkonto umgebucht und eingefroren.

Zwischenzeitlich hat laut Kubat das Regierungspräsidium in Kassel ein Disziplinarverfahren gegen den früheren Landrat eingeleitet, das aber ruht, solange die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft noch laufen. Die Ankläger aus Kassel ermitteln wegen Untreue. (lb)

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ am Samstag, 17. juli 2010.

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