Waldeck-Frankenberg

Eigenheime verlieren Viertel an Wert

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- (tk). Die positive Wirtschaftsentwicklung führt zu einer steigenden Nachfrage nach Gewerbeimmobilien. Privat genutzte Einfamilienhäuser haben jedoch in den vergangenen zehn Jahren ein Viertel an Wert verloren.

Eine weitere Kernaussage im Immobilienmarktbericht, der am Dienstag vom Amt für Bodenmanagement in Korbach vorgestellt wurde, lautet: Im Jahr 2010 wurden im Landkreis nur noch 165 Bauplätze verkauft. Das waren aber immerhin 33 Grundstücke oder 25 Prozent mehr als 2009, dem bisherigen Tiefpunkt. Der Rückgang der verkauften Bauplätze im Untersuchungszeitraum fiel dabei in den ländlichen Orten und den Städten prozentual praktisch gleich stark aus. „Eine Wanderungsbewegung bei den Häuslebauern in die Städte hat also nicht stattgefunden“, erklärte Udo Böhle, Leiter der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses.

Die wirtschaftliche Belebung habe jedoch nicht zu einer Teuerungswelle am Immobilienmarkt geführt. Absolut liegen die Preise für Wohnbauflächen mit 35 bis 40 Euro pro Quadratmeter in den ländlichen Gebieten und 60 bis 100 Euro pro Quadratmeter in den Mittelzentren „auf einem sehr moderaten Niveau“. Weiterhin Spitzenreiter bei den Preisen für Wohnbauflächen ist die Gemeinde Willingen mit 140 Euro pro Quadratmeter in guten Wohnlagen.

„Der Einfluss der demografischen Entwicklung ist immens“, erläuterte der Vorsitzende des Gutachterausschusses, Karl-Hermann Frese. So habe der Landkreis in den letzten zehn Jahren einen Bevölkerungsrückgang von etwa 3,5 Prozent hinnehmen müssen. Mit der Folge, dass im gleichen Zeitraum die Zahl der Baugenehmigungen, der Flächenumsatz von Wohnbauland und die Anzahl der verkauften Bauplätze um rund zwei Drittel zurückgegangen ist.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Mitwoch, 1. Juni

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