Tag der offenen Gärten Waldeck-Frankenberg:

Ein Garten in Dehausen als Paradies für Mensch und Tier

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Karin Bach aus Dehausen hat Platz in ihrem Garten für Tiere, Gemüse auf Stroh, viele Lebensbereiche und Gäste

Diemelstadt-Dehausen. Ein Garten für Tiere und Menschen – eine richtig kleine Farm hat sich Karin Bach in Dehausen aufgebaut. Beim Tag der offenen Gärten am 30. Juni und 1. Juli zeigt sie ihr Reich zum ersten Mal – und legt als Jungimkerin besondere Aufmerksamkeit auf bienenfreundliche Stauden, Büsche und Bäume.

Ihre Pferde haben dort ebenso Platz wie New Hampshire Hühner, Laufenten und Pommerngänse, wie Bienen und allerlei Vögel, die jedes Jahr wiederkommen oder gleich ganz da bleiben: Von Schwalben, die zwölf Nester belegen, über Meisen bis zu Rotkehlchen sind alle bei der Tier- und Naturfreundin willkommen.

Die 43-jährige ist Industriekauffrau und arbeitet gern in ihrem Beruf, ist zum Ausgleich aber auch „gerne draußen mit Hund, Katze, Maus“, sagt sie und lacht. Da sie Vollzeit arbeitet und sich um ihre Tiere kümmern muss, hat sie ihren Gemüsegarten so gestaltet, dass er eine gute Ernte bringt, aber relativ wenig Einsatz fordert. „Abgesehen von praktischen Hochbeeten nutze ich jetzt schon im zweiten Jahr auch Strohbunde, um Gemüse anzubauen“, erklärt Karin Bach.

Gärtnern mit Stroh

 „Die Strohbunde muss man zehn Tage lang mit Wasser und Dünger impfen, dann zersetzen sich die Halme etwas und es bildet sich Wärme. Nach zehn Tagen werden die Pflanzen draufgesetzt. Sie gedeihen prächtig“, sagt Karin Bach. Einen kleinen Teich hat sie neu angelegt, damit die Bienen immer genügend Wasser haben. Angrenzend gibt es für sie auch gleich Nahrung an Oregano, Thymian und Salbei. Wegen der Pferde und anderen Tiere hat Karin Bach den Gemüsegarten mit einem Staketenzaun versehen.

Für ihre Bienen, aber auch Schmetterlinge und andere Insekten hegt sie viele Beerenbüsche und Bäume, einen Schmetterlingssaum mit Wicken und Malven; und wie selbstverständlich darf der Klee im Rasen blühen, denn er bietet gute Nahrung. Unter den Rosen dürfen nützliche Taubnesseln wachsen. „Ich mag es nicht so steril. Hier sollen sich alle wohlfühlen, Tiere und Gäste“, sagt die Dehäuserin. Wenn sie dann nach getaner Arbeit ein paar Beeren naschen, frische Eier holen und Zucchini für das Abendessen aus ihrem eigenen Garten ernten kann, freut sie sich: „Das schmeckt einfach alles besser.“ Kann sie sich dann noch auf einer der Sitzecken etwas ausruhen, ist die Welt perfekt.

7. Tag der offenen Gärten

Der

Tag der offenen Gärten Waldeck-Frankenberg

wird veranstaltet am 30. Juni und 1. Juli. Insgesamt 46 Gartenbesitzer nehmen daran teil, 15 von ihnen sind zum ersten Mal dabei. Die Gärten öffnen an beiden Tagen um 10 Uhr und schließen um 18 Uhr -– Garten- und Naturfreunde sind herzlich willkommen. Organisiert wird der Tag der offenen Gärten seit 2007 ehrenamtlich. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg und die Sparkasse Waldeck-Frankenberg unterstützen die Arbeit finanziell, die Waldeckische Landeszeitung präsentiert das Gartenereignis. Landrat Dr. Reinhard Kubat ist Schirmherr der Veranstaltung. Der Eintritt ist frei. Wer die ehrenamtliche Arbeit des Organisationsteams zur Deckung der Kosten von Flyern, Plakaten und Porto, unterstützen möchte, kann gern etwas spenden. (md)

  

 

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