Polizei gibt Tipps und startet Präventions-Offensive

Dem Einbruch vorbeugen

Waldeck-Frankenberg - Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt auch die Zahl der Einbrüche. Aus diesem Grund richtet die Polizei Hessen am Samstag, 26. Oktober, landesweit den „Tag der Einbruchsprävention“ aus

Auch die Polizei in Nordhessen gibt an vielen Orten mit sachkundigem Personal fundierte Tipps und Hinweise, wie Bewohner sich vor einem Einbruch in den eigenen vier Wände besser schützen können.Die Beratungsstelle in Kassel ist der Polizeiladen in der Wolfsschlucht 5 (Telefonnummer: 0561/17171). Hier werden die Beamten allen Interessierten am Samstag von 11 bis 17 Uhr für Beratungsgespräche zur Verfügung stehen. Die Beratungsstelle für den Landkreis Waldeck-Frankenberg ist wochentags unter der Nummer 05631/971-160 zu erreichen.

122 Einbrüche in Waldeck-Frankenberg

Zudem hat Innenminister Boris Rhein landesweit eine Offensive der hessischen Polizei zur Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen in der dunklen Jahreszeit gestartet. Daran beteiligt sich im kommenden Halbjahr auch die nordhessische Polizei mit gezielten Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen an regionalen Brennpunkten und durch die Überwachung von möglichen An- und Abreisewegen überörtlicher Straftäter. Oberstes Ziel ist es, Einbrechern einen Riegel vorzuschieben. "Wohnungseinbrüche gehören zu den Delikten, die durch das Eindringen der Täter in die eigene Intimsphäre bei sehr vielen Opfern - neben den materiellen Verlusten - auch schwerwiegende seelische Beeinträchtigungen verursachen, mit denen die Menschen oft noch jahrelang zu kämpfen haben", weiß Polizeipräsident Eckhard Sauer.

Im Landkreis haben sich die Zahlen der Einbrüche in den vergangenen Jahren nur marginal geändert. Wurden im Jahr 2011 noch 125 Wohnungseinbrüche registriert, waren es im Jahr 2012 122. Auffallend ist dabei, dass die Anzahl der versuchten Einbrüche gestiegen ist. Von den 122 registrierten Fällen blieben 57 im Versuchsstadium stecken. Im Jahr 2011 waren es 51 Fälle.

Tipps der Polizei

"Neben erfolgreichen polizeilichen Einsatzstrategien kommt auch der Prävention eine entscheidende Bedeutung bei der Bekämpfung des Wohnungseinbruchs zu", ergänzt der Polizeichef. In der jetzt beginnenden dunklen Jahreszeit werden Einbrecher in der Regel noch aktiver, weil die früh einsetzende Dämmerung günstige Tatgelegenheiten bietet. Einbrecher suchen sich dabei erfahrungsgemäß bevorzugt Häuser aus, deren Bewohner nicht zu Hause sind. Und da sind unbeleuchtete Häuser verräterisch. Je früher es dunkel wird, umso besser können Einbrecher feststellen, dass sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem unbeleuchteten Haus keine Bewohner aufhalten. Wenn dann auch noch die Rollläden, insbesondere an der Hausrückseite, nicht heruntergelassen oder die Fenster und die Terrassentür nicht gegen Aufhebelversuche geschützt sind, haben die Täter oft leichtes Spiel. Einbrecher haben in der Regel wenig Zeit, wollen schnell an ihr Ziel gelangen, dabei keinen unnötigen Lärm verursachen und vor allem nicht entdeckt werden. "Wenn sie auf gut gesicherte Wohnungen und Häuser treffen ist die Chance, dass sie nach kurzer Zeit resignieren und ihr Vorhaben erfolglos aufgeben, groß", sagt Eckhard Sauer.

Das Beratungsangebot der Polizei anzunehmen bedeutet gleichzeitig auch, möglichen Einbrechern in seinen eigenen vier Wänden einen Riegel vorzuschieben. "Eine große Bedeutung kommt beim Einbruchsschutz auch der Pflege einer guten Nachbarschaft zu", weist Sauer auf einen wichtigen Aspekt im Kampf gegen Einbrecher hin. "Aufmerksame Nachbarn haben die Chance, Einbrecher frühzeitig zu erkennen oder die Polizei auf verdächtige Beobachtungen hinzuweisen. Diese Zusammenarbeit der Bürger mit ihrer Polizei habe schon oft zum Erfolg geführt. (r)Die Polizei gibt zudem praktische Tipps:

  1. Täuschen Sie Anwesenheit vor, zum Beispiel durch Beleuchtung von Innenräumen auf allen Etagen durch den Einsatz von Zeitschaltuhren
  2. Schließen Sie stets alle Außentüren ab, wenn Sie Ihr Haus verlassen
  3. Schließen Sie auch bei kurzer Abwesenheit alle Fenster
  4. Lassen Sie bei Verlassen des Hauses die Rollläden herunter, insbesondere im Erdgeschoss und an der Hausrückseite
  5. Rüsten Sie Fenster und Terrassentüren mit geeigneten Aufhebelsperren und abschließbaren Griffen aus
  6. Sorgen Sie für eine gute Außenbeleuchtung rund um Ihr Haus
  7. Bewahren Sie größere Geldbeträge oder Wertgegenstände nicht in der Wohnung auf oder deponieren Sie diese in speziellen Wertbehältnissen
  8. Sollten Sie Täter überraschen, stellen Sie sich diesen niemals in den Weg, sondern verständigen Sie schnellst möglich über Notruf 110 die Polizei

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare