Weitere Anträge auf Unterstützung liegen beim Landkreis vor

Einbußen wegen der Dürre: Landwirte haben erste Hilfszahlungen erhalten

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Vertrocknete Erde: Aufgrund der Stroh-Knappheit stiegen die Preise stark an. Außerdem musste das Stroh, das auch zum Futterausgleich gebraucht wird, von weit her angefahren werden. 

Waldeck-Frankenberg – Hohe Ernteausfälle in Folge des langen Hitze-Sommers 2018 haben zahlreichen Landwirten schwer zugesetzt. Damit sie nicht in finanzielle Schieflage geraten, haben Bund und Länder Hilfen in Höhe von 350 Millionen Euro zugesagt. Davon erhalten die Bauern in Hessen 17,8 Millionen Euro – vorausgesetzt, ihre Anträge auf Dürrehilfe wurden korrekt gestellt und konnten daher bewilligt werden.

In Waldeck-Frankenberg gibt es nach Angaben von Kreis-Sprecherin Petra Frömel 2000 Landwirte. Mit rund 80 von ihnen, die sich nach Dürrehilfe erkundigt hätten, seien zunächst persönliche Beratungsgespräche geführt worden. In einer ersten Fristperiode bis 23. November des vergangenen Jahres hätten dann 14 Landwirte einen Antrag auf Dürrehilfen gestellt – alle seien bewilligt worden. „Zur verlängerten Antragsfrist bis 21. Dezember 2018 lagen weitere 21 unvollständige Anträge vor, die jetzt noch bis Ende März 2019 vervollständigt werden müssen“, berichtet Petra Frömel.

Die Höhe der Dürrehilfe betrage bis zu 50 Prozent des berechneten Schadens. Der Höchstbetrag der Zahlung könne je Empfänger bei maximal 500 000 Euro liegen. Bei den Landwirten, die ihren Antrag erfolgreich bis 23. November 2018 eingereicht hätten, sei bereits eine Abschlagszahlung in Höhe von 50 Prozent eingegangen. Bis Ende Oktober 2019 erfolgten die Berechnung der endgültigen Schadenssumme und danach die weiteren Auszahlungen oder gegebenenfalls Rückforderungen der Dürrehilfe. Die genannte Fristverlängerung bis 21. Dezember 2018 sei unter Vorbehalt von verfügbaren Bundes- und Landesmitteln im Jahr 2019 eingeräumt worden. Eine Auszahlung erfolge in diesem Fall erst Ende 2019.

Viele Kriterien müssen erfüllt sein, um Dürrehilfe zu erhalten

Hintergrund:

Die Summe positiver Einkünfte liegt unter 120 000 Euro (Ehegatten oder Lebenspartner) bzw. 90 000 Euro (Ledige); .Die durchschnittlichen Einkünfte aus gewerblichen nichtlandwirtschaftlichen Betriebszweigen dürfen nicht mehr als 35 Prozent der gesamten Einkünfte ausmachen; .Es darf kein hohes, kurzfristig verfügbares Privatvermögen vorhanden sein; .Landwirtschaftliche Betriebe, die auch ohne Dürre in der Existenz gefährdet sind, bekommen keine Dürrehilfe.

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