Eurokritische Partei „Alternative für Deutschland“ will Kreisverband gründen

Eine Alternative im Landkreis?

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Waldeck-Frankenberg - Sie fordern die Abschaffung des Euros und haben innerhalb kurzer Zeit bundesweit über 10000 Mitglieder gefunden. Auch in Waldeck-Frankenberg will die „Alternative für Deutschland“ mitmischen.

„Wir glauben, dass wir zukünftig für viele Themen eine Alternative bieten können, auch in Waldeck-Frankenberg.“ Das sagt Alexander Schindler. Er ist derzeit Ansprechpartner für alle, die Fragen zur „Alternative für Deutschland“ (AfD) in Waldeck-Frankenberg haben. Nach der Gründung der eurokritischen Partei auf Bundesebene am 6. Februar soll im Mai die Landespartei und der Kreisverband wenig später folgen.

„Aufbruchstimmung“

Dann wollen die Mitglieder bei der Bundestagswahl und wohl auch bei der hessischen Landtagswahl eine Alternative zu den bekannten Parteien bieten. Das wichtigste Thema ist die Abkehr Deutschlands vom Euro. Die Partei fordert die Rückkehr zur D-Mark oder kleinere Währungsverbünde.

Am Donnerstag gab es ein erstes unverbindliches Treffen in Korbach. Noch sei das Team der Unterstützer überschaubar, es setze sich aus Ärzten, Kaufleuten oder Künstlern zusammen. Aber aus vielen Orten im Kreis habe Schindler Zustimmung erhalten. „Es ist eine Aufbruchstimmung zu spüren.“

Die Reduzierung auf eine Anti-Euro-Partei lässt Alexander Schindler nicht gelten. Die angestrebten Veränderungen sollen dann auch Auswirkungen bis nach Waldeck-Frankenberg haben. „Vieles, was die EU uns vorschreibt, geht zu weit.“ Deshalb sollten die Nationen über Gesetze wieder ausschließlich selbst bestimmen können. Volksabstimmungen sind ebenso ein Ziel der AfD. „Um genaue Projekte für den Landkreis zu nennen, ist es noch zu früh“, so Schindler. Zunächst gehe es um die großen Wahlen im September. Viele Denkansätze seien aber auf die Kreisebene übertragbar. „Ich gehe stark davon aus, dass unsere Politik auch in Waldeck-Frankenberg funktionieren wird.“

Dem Vorwurf, dass die Partei rechtspopulistisch sei, widerspricht Schindler energisch. Potenzielle Mitglieder würden auf ihre politische Einstellung geprüft, zudem bekenne man sich klar zu Europa - nur eben mit souveräneren Staaten. „Wir kümmern uns um Themen, nicht um links oder rechts. Rechte Trittbrettfahrer sind nicht in unserem Sinne“, verdeutlicht Schindler.

Eine große Chance für die neue Partei sieht er in jenen Wählern, die eigentlich kein Kreuz auf den Wahlzettel setzen wollen. „Das Potenzial der Nichtwähler ist nicht zu unterschätzen.“

Und daher glaubt Alexander Schindler an einen Erfolg. „Ich denke, das Ergebnis wird zweistellig“, gibt er sich optimistisch.

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