Waldeck-Frankenberg

Eine Bürde für den Landkreis

- Waldeck-Frankenberg (jk). Die Regie von Ex-Landrat Helmut Eichenlaub offenbart sich immer mehr als System der Günstlingswirtschaft. Dabei kamen auch Eichenlaubs Freunde aus dem Burgenland in den Genuss – auf Kosten Waldeck-Frankenbergs.

Ein Beispiel liefert die Episode eines burgenländischen Beamten, der offenbar sein Auge auf einen Dienstwagen der Kreisverwaltung geworfen hatte. Der Fall liegt über sechs Jahre zurück. Nach WLZ-FZ-Informationen wurde dem Mitarbeiter der burgenländischen Verwaltung dann der 5er BMW Touring zur freien Nutzung überlassen. Wie die Kreisverwaltung am Freitag auf Nachfrage von WLZ-FZ bestätigte, sind die Daten im Fahrtenbuch festgehalten. Demnach war der Österreicher mit dem Dienstwagen der Waldeck-Frankenberger Kreisverwaltung vom 25. Oktober bis zum Nikolaustag 2003 unterwegs. In nur sechs Wochen fuhr der Beamte aus dem Burgenland satte 8827 Kilometer mit dem Wagen. Gas geben fürs BurgenlandDas Auto musste danach offenbar für geraume Zeit ungenutzt in Waldeck-Frankenberg stehen, weil die Leasing-Laufleistung ausgereizt war. Für seine Dienste als höchster Wahlbeamter des Landkreises erhielt Helmut Eichenlaub auch gesonderte Mietzahlungen. Demnach hatte der Landkreis seit April 2001 eine Garage auf dem Privatgrundstück des früheren Landrats gemietet, damit Eichenlaub dort seinen Dienstwagen unterstellen konnte. Für die Garage in Schreufa zahlte der Kreis zunächst monatlich 25 Euro Miete, seit Anfang 2004 dann 23 Euro im Monat. Miete vom Landkreis Zum 1. Januar 2003 hatte der Landkreis in Eichenlaubs Privathaus ebenfalls Büroraum als dienstliches Arbeitszimmer gemietet. Hier beglich der Landkreis zunächst rund 300 Euro pro Monat für 33 Quadratmeter (inklusive Nebenkosten), ab 1. Januar 2004 dann für reduzierte 15 Quadratmeter 177,50 Euro monatlich (einschließlich Nebenkosten). Diese Zahlen hat die Kreisverwaltung auf WLZ-FZ-Nachfrage bestätigt.

Mehr lesen Sie in der Wochenendausgabe von WLZ-FZ vom 20./21. März 2010.

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