Redewendung vom 13. April

Eine Eselsbrücke bauen

- „7-5-3 schlüpft Rom aus dem Ei“: Seit dieser „Eselsbrücke“ bringt die Frage nach der Gründung Roms so schnell keinen mehr ins Schwitzen.

Unzählige Brücken haben findige Sprachfreunde inzwischen gebaut, um Zahlen und Fakten besser in Erinnerung zu halten. Was pfiffig klingt, wird aber immer mal wieder mit Spott bedacht. So lässt auch die Herkunft dieser Redewendung nicht das beste Licht auf die „Eselsbrücke“ scheinen. Der Esel nämlich gilt gemeinhin als störrischer und nicht besonders einfallsreicher Begleiter. Vor Bachläufen beschwert er sich lautstark und weigert sich weiterzugehen – kann er in dem spiegelnden Wasser doch nicht erkennen, wie tief der Bach ist. Während Pferde mit einem Sprung das Wasser überwinden, muss für den Esel eine Brücke gebaut werden. Deswegen war auch unter Lehrern die „Eselsbrücke“ früher eher verpönt und geeignet für solche Schüler, die aus eigenem Vermögen nicht weiterkamen und einer Gedächtnisstütze bedurften. Wer sich allerdings einer findigen Eselsbrücke bedient, ist alles andere als ein Esel. (resa)

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