Hessisches Landeslabor und Maschinenringe arbeiten seit 20 Jahren zusammen

„Eine kleine Erfolgsgeschichte“

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Auf 20 Jahre Zusammenarbeit zwischen den Wasser- und Bodenverbänden sowie Maschinenringen in Hessen und dem Landesbetrieb Hessisches Landeslabor blickten in der Biogasanlage in Lelbach zurück (v.l.): Reinhold Sude, Dr. Harald Schaaf, Dr. Sebastian Georgii, Prof. Dr. Hubertus Brunn, Karl-Friedrich Frese, Fritz Schäfer, Friedhelm Emde, Uwe Roth.

Waldeck-Frankenberg - Ob Unterstützung bei Bodenproben und Klärschlammuntersuchung oder Informationen über effektives Düngen: Seit 20 Jahren kooperieren das Landeslabor sowie Landwirte in ganz Hessen. Der Geburtstag wurde gestern in Lelbach gefeiert.

Es ist eine Zusammenarbeit, von der die Landwirte in Hessen und auch die Kommunen im Landkreis profitieren: Seit 20 Jahren machen der Landesbetrieb Hessisches Landeslabor (LHL) sowie die Wasser- und Bodenverbände und Maschinenringe in Hessen gemeinsame Sache. Gestern warfen die Beteiligten in der Biogasanlage in Lelbach einen Blick zurück und auch voraus - auf die Herausforderungen, die noch anstehen.

„Probe wird Handwerk“

Die Mitarbeiter des LHL bieten Landwirten unter anderem Unterstützung bei Bodenproben an, um etwa feststellen zu können, welche Düngemittel in welcher Konzentration eingesetzt werden sollten. Aber auch bei der Verwertung und Untersuchung von Klärschlamm der Städte und Gemeinden im Landkreis steht das Landeslabor mit Rat und Tat zur Seite.

Eingeladen hatten gestern Fritz Schäfer als Vorsitzender und Uwe Roth als Geschäftsführer der Wasser- und Bodenverbände sowie Maschinenringe Hessen. Schäfer bezeichnete die Zusammenarbeit als kleine Erfolgsgeschichte, und auch Karl-Friedrich Frese, stellvertretend für die Bürgermeister im Landkreis, nannte die Entscheidung vor 20 Jahren einen weisen Entschluss.

„Die Bodenprobe wird in Zukunft für viele Landwirte ein wichtiges Handwerk sein“, blickte Uwe Roth voraus. Denn erst bei schlechten Wetterbedingungen werde sich zeigen, wer ein guter Landwirt ist. „Deshalb werben wir dafür, dass auch Bodenproben gemacht werden.“

Dr. Harald Schaaf, Fachgebietsleiter beim LHL, wagte einen Blick in die Zukunft und auf die Schwierigkeiten, die auf Landwirte zukommen könnten. So stünden zum Beispiel Verschärfungen der gesetzlichen Grundlagen an. „Deswegen hat ein ordnungsgemäßer Einsatz wirtschaftseigener Düngemittel in Zukunft Vorrang.“ Der Einsatz von Düngemitteln aus der Region in der Region könne auch die Akzeptanz bei den Bürgern vergrößern. Außerdem machen ihm die pH-Werte der Böden Sorgen. „In dieser Hinsicht ist Kalken eine wichtige Angelegenheit.“ Zudem gehöre zur Düngung auch organischer Dünger. Die Hilfestellung bei der Verwendung solcher Stoffe sei eine der Grundlagen der künftigen Zusammenarbeit des Landeslabors und der Landwirte.

„Wir hoffen auch in Zukunft auf eine neutrale, fachliche Beratung“, sagte Friedhelm Emde, der Geschäftsführer des Maschinenrings Waldeck-Frankenberg. Er sehe ohne das Landeslabor die Gefahr, einzig auf die Beurteilungen der Düngemittelindustrie angewiesen zu sein.

Zur kleinen Feierstunde in der Biogasanlage waren auch der Direktor des Landeslabors, Prof. Dr. Hubertus Brunn, sowie Vertreter der Stadt Korbach, der Bauernverbände und der Maschinenringe aus weiteren Teilen Hessens gekommen.(tt)

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