Waldeck-Frankenberg

Einschulung verbindet Generationen

- Willingen-Usseln (nv). 1971, 2008, 2010: Stolz schreiben Gerhard, Philipp und Felix Biederbick ihre Einschulungsdaten an die Tafel der Diemeltalschule Usseln. Mit Lehrerin Brigitte Querl entdecken sie Unterschiede und Gemeinsamkeiten zweier Grundschul-Generationen.

„Noch drei Mal schlafen“, antwortet Felix prompt auf die Frage nach seiner Einschulung. Die Nächte bis zu seinem großen Tag zählt der Sechsjährige seit langem. „Bei allen Veränderungen, ist eins geblieben: Der erste Schultag ist für Kinder und Eltern ein bedeutender Einschnitt“, berichtet Brigitte Querl. „Es geht darum, die Kinder ein Stück weit loszulassen“, ergänzt die Willingerin, die seit 35 Jahren Grundschüler unterrichtet, seit dem Schuljahr 1975/76 in Usseln. Alle Jahre wieder begrüßt sie daher auch Kinder ehemaliger Schüler an der Diemeltalschule. Zu ihren Schützlingen gehört aktuell auch Felix‘ Bruder Philipp, der ab Montag die dritte Klasse besucht.

„Da haben wir uns gerade verpasst“, lächelt Felix‘ Vater Gerhard Biederbick mit Blick zu Brigitte Querl sowie auf das Foto seiner Einschulung. Die vierjährige Grundschulzeit des Upländers, der als Kreisbrandinspektor in ganz Waldeck-Frankenberg unterwegs ist, begann im August 1971. „Viele Erinnerungen habe ich an diesen Tag nicht mehr, weil die Einschulung nicht so pompös war wie heutzutage“, schaut der Upländer zurück. Seine Mutter habe ihn zur Feier begleitet, sein Vater habe in der Landwirtschaft zu tun gehabt.

Für Brigitte Querl sind es aber genau diese wenigen Erinnerungen, die große Veränderungen signalisieren: „Der Stellenwert der Einschulung hat sich geändert.“

Mehr zum Thema Schulstart lesen Sie in der WLZ-FZ-Zeitungsausgabe vom 14. August 2010.

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