Waldeck-Frankenberg

Einsprüche gegen Google-Street-View im Landkreis

- Waldeck-Frankenberg. Gegen das Projekt Google-Street-View gibt es auch im Landkreis Widerstand. Über 200 Waldeck-Frankenberger haben bereits Einspruch eingelegt.

Google hatte damit begonnen, Straßenzüge anhand von Filmaufzeichnungen zu dokumentieren. Nachdem sich herausstellte, dass dabei auch Daten aus privaten WLAN-Netzen aufgezeichnet wurden, hat das Unternehmen das Projekt inzwischen gestoppt.

Zu diesem Thema hatten sich etliche Bürger mit der Bitte an Landrat Dr. Reinhard Kubat gewandt, sie bei ihrem Einspruch gegen Google zu unterstützen. „Grundsätzlich haben wir als Kreis nicht die Möglichkeit, die Interessen der Bürger im Hinblick auf Google-Street-View direkt zu vertreten“, erläuterte der Landrat. „Es handelt sich hier um die Wahrung von Persönlichkeitsrechten, die nur jeder Einzelne wahrnehmen kann.“

Der Landkreis habe im Internet (www.landkreis-waldeck-frankenberg.de) aber eine Plattform geschaffen, auf der sich die Bürger umfassend über die rechtlichen Aspekte zum Thema informieren können. Außerdem stehe dort ein Einspruchsformular als Muster zur Verfügung, das als E-Mail oder Brief verschickt werden kann. „Innerhalb der ersten Wochen haben schon mehr als 200 Nutzer von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht“, berichtete der Landrat. Tendenz steigend.

Kubat wies auch darauf hin, dass es aber durchaus positive Resonanz auf Street View gebe. Insbesondere touristische Anbieter und Gastronomiebetriebe würden diese Möglichkeit des Marketings begrüßen. (r)

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