Pläne für dichtes Glasfasernetz · Gemeinden, Wirtschaft, Schulen einbinden

Einstimmig für Datenautobahnausbau

Waldeck-Frankenberg. - Ein flächendeckendes Glasfasernetz soll den Landkreis auf die Überholspur der Datenautobahn bringen. Zusammen mit der Stadt Kassel und den anderen nordhessischen Landkreisen will Waldeck-Frankenberg das Projekts anpacken (wir berichteten).

Der Kreistag hat das Vorhaben einstimmig auf den Weg gebracht. Im ersten Schritt geht es um einen Vertrag der Landkreise, um Grundlagen für die weitere Planung zu erarbeiten. Staatliche Fördermittel stehen dafür in Aussicht. Läuft bei den Planungen alles glatt, dann werden in den kommenden Jahren im Landkreis über 40 Millionen Euro fällig, um Leerrohre und Glasfaserkabel in den Boden zu bringen. Ein Betreiber soll das Glasfasernetz dann mieten. Nach einem CDU-Antrag sollen Städte, Gemeinden, Wirtschaft und Schulen in die Planungen eingebunden werden.

CDU-Sprecher Christoph Dietzel betonte den engen Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und schnellen Datennetzen in Deutschland. Die nordhessische Kooperation sei „sehr positiv“.

Glasfasertechnik bringe optimale Leistung, erklärte Andreas Schaake (SPD) - etwa im vergleich zu Funklösungen. Zudem habe Landrat Dr. Reinhard Kubat für den Kreis bereits wichtige Impulse gegeben zum Ausbau des Breitbandnetzes.

Es gelte, „eine digitale Spaltung“ zwischen Ballungszentren und ländlichem Raum zu verhindern, unterstrich Christine Möller (Grüne). Schnelle Datenleitungen seien wichtig für die Lebensqualität, sagte Heinrich Heidel (FDP).(jk)

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