Jürgen Frömmrich und Daniel May als Direktbewerber für Landtagswahl nominiert

Einstimmige Kandidatenkür bei Grünen

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Die gewählten Direktkandidaten Jürgen Frömmrich (l.) und Daniel May (r.) mit den Ersatzbewerbern Bernd Kramer (2. v. r.) und Christine Möller, der Kreisvorsitzenden Caroline Tönges (2. v. l.) und dem Ersten Kreisbeigeordneten Jens Deutschendorf.

Waldeck-Frankenberg - Jürgen Frömmrich und Daniel May bekamen bei der Kreismitgliederversammlung im Nationalparkzentrum in Herzhausen jeweils 100 Prozent der Stimmen.

Das eindeutige Ergebnis gebe den ?grünen Direktkandidaten für die beiden Waldeck-Frankenberger Wahlkreise den nötigen Rückenwind für den Wahlkampf, betonen Bündnis 90/Die Grünen. Für den Wahlkreis 6 treten Landtagsabgeordneter Jürgen Frömmrich als Direktkandidat und die Frankenbergerin Christine Möller als Ersatzbewerberin an. Möller ist Mitglied des Grünen-Kreisvorstandes.

Frömmrich ist rechts- und innenpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion. Der in Frankenberg wohnende Abgeordnete gehört dem Landtag mit einer Unterbrechung seit 2003 an. Er ist seit 2001 Fraktionsvorsitzender der Kreistagsfraktion und war viele Jahre Mitglied der Frankenberger Stadtverordnetenversammlung. „Dieses Land hat eine bessere Regierung verdient“, unterstrich Frömmrich nach seiner Nominierung. Sein besonderes Augenmerk gilt der Schulpolitik: „An der G8-Einsetzung und dem halbherzigen Zurückdrehen zeigt sich, wie SchwarzGelb Politik macht, nämlich über die Köpfe der betroffenen Eltern, Kinder und Lehrer hinweg.“ Dass an den Schulen, die jetzt zu G?9 zurückkehren, dies den Schülern der 5. und 6. Klasse verwehrt bleibe, sei ein Skandal. „Das zeigt ganz deutlich: Der Elternwille ist Kultusministerin Beer (FDP) schlicht wurscht. Wir wollen hingegen in der Schulpolitik das Prinzip der Wahlfreiheit umsetzen“, so der Grünen-Kandidat.

Als Ersatzbewerberin wurde Christine Möller (30) gewählt. Auch sie kommt aus Frankenberg und gehört der Kreistagsfraktion der Grünen an. Zudem ist sie Mitglied der Frankenberger Stadtverordnetenversammlung und konnte in den letzten Jahren viele Erfahrungen in der Kommunalpolitik sammeln. Im Wahlkreis 5 kommt der 32-jährige Landtagsabgeordnete Daniel May zum Zuge. May ist seit 2001 Mitglied des Kreistages und seit 2006 Mitglied der Korbacher Stadtverordnetenversammlung. So sammelte er zunächst Erfahrungen in der Kommunalpolitik, bevor er 2009 in den Landtag einzog.

May fungiert im Wiesbadener Landtag als Sprecher für Hochschulpolitik der Grünen-Fraktion. Neben dem Bereich Bildung setzt er sich aber auch für die Energiewende vor Ort ein und versucht, so oft wie möglich mit seinen Wählerinnen und Wählern in Kontakt zu treten.

„Der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern ist mir sehr wichtig. Ohne einen solchen wird die Energiewende nicht gelingen“, so der Landtagsabgeordnete. Eine klare Absage erteilte May den Plänen für eine so genannte unkonventionelle Erdgasförderung in Waldeck-Frankenberg. „Wir wollen kein Fracking, denn dies pumpt giftige Chemikalien ins Grundwasser.

Alle Überlegungen hierzu aus der schwarzgelben Bundesregierung werden von uns bekämpft“, stellte er fest. Als Ersatzbewerber wurde ?Bernd Kramer gewählt. Der 54-jährige Korbacher Agraringenieur ist Mitglied des Magistrats und in seinem Ortsverband Ansprechpartner für Landwirtschaft, Gentechnik, Tourismus und Verbraucherschutz.(r)

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