Lockerungsstufe 1

Einzelhandel atmet auf: Beim Termin-Einkauf gilt in Waldeck-Frankenberg keine Testpflicht mehr

Lockerungen für den Einzelhandel: (von links) Regina Becker und Kit Wong vom Modehaus Manhenke in Korbach empfangen die Kunden. Die können sich am Eingang mit der Luca-App registrieren.
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Lockerungen für den Einzelhandel: (von links) Regina Becker und Kit Wong vom Modehaus Manhenke in Korbach empfangen die Kunden. Die können sich am Eingang mit der Luca-App registrieren.

In Waldeck-Frankenberg dürfen wegen niedriger Corona-Inzidenzen seit Freitag, 04.06.2021, wieder Geschäfte wie Modehäuser, Kosmetikgeschäfte oder Spielwarenläden fürs Einkaufen mit Termin öffnen, ohne dass die Kunden einen negativen Corona-Test vorweisen müssen.

Waldeck-Frankenberg – Am 1. Juni lag die Inzidenz in Waldeck-Frankenberg mit einem Wert von 60,7 am fünften Werktag in Folge unter dem Schwellenwert von 100. Als letzte hessische Region hat der Landkreis am Donnerstag die erste Lockerungsstufe des Landes erreicht. Die Vorgaben der Bundes-Notbremse sind vorerst außer Kraft getreten. Seit Freitag profitieren auch viele Einzelhändler von den vorsichtigen Lockerungen. Bei Dienstleistungen zur Körperpflege wie Maniküre, Kosmetik, Frisör oder ähnliches müssen Kunden allerdings nach wie vor einen Negativ-Nachweis vorlegen.

Für den Waldeck-Frankenberger Einzelhandel bedeutet die neue Lage klare Erleichterungen beim Einlass der Kunden. „Ein Aufatmen geht durch die Reihen. Viele Geschäfte haben seit dem 15. Dezember noch keinen normalen Verkaufstag erlebt“, sagt André Kreisz, Vorsitzender des Kaufmännischen Vereins Frankenberg. „Da wirkt ein Öffnungstag ohne Testpflicht wie eine Befreiung. Das geht unseren Kunden mindestens genauso.“

„Nachdem wir im Landkreis mit den Inzidenz-Zahlen solange hinterhergehinkt sind, ist die Freude bei den Einzelhändlern natürlich besonders groß“, sagt Jürgen Tent, Vorsitzender der Korbacher Hanse, der von einer deutlich spürbaren Belebung in der Innenstadt spricht. Gleichwohl werde der Einzelhandel seiner Verantwortung gerecht und halte die Hygienemaßnahmen ein.

Auch Kreisz betont: „Ich glaube, die Menschen haben genug Verzicht geübt. Trotzdem sollten wir mit den neuen Möglichkeiten sorgsam und verantwortungsvoll umgehen. Wir wollen diese Szenarien weit hinter uns lassen und unseren Kunden und Gästen ein Stück Lebensqualität zurückgeben.“

Die Tendenz der aktuellen Corona-Zahlen lässt die Einzelhändler im Landkreis jedenfalls auf schnelle weitere Lockerungen hoffen. Wenn der Inzidenzwert weitere zwei Wochen unter 100 liegt, gelangt der Landkreis in Stufe 2. Das bedeutet: Alle Geschäfte sind geöffnet – mit Zugangsbeschränkungen und Maskenpflicht, ein aktueller Test wird empfohlen, ist aber keine Pflicht.

Das gilt für den Einzelhandel in der Lockerungsstufe 1:

Geschäfte des erweiterten täglichen Bedarfs, unter anderem Lebensmittelgeschäfte, Baby-Fachmärkte, Apotheken, Tankstellen, Kioske, Buchhandlungen oder Gartenmärkte öffnen wie bisher. Alle anderen Geschäfte wie Modehäuser, Möbelgeschäfte oder Schuhläden dürfen jetzt fürs Einkaufen mit Termin unter Beachtung der Hygieneregeln öffnen. Ein Negativ-Nachweis wie ein Corona-Test oder Impf-Nachweis ist keine Pflicht, wird aber vom Land empfohlen.

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