Hessische Software auch in anderen Bundesländern geschätzt

Elektronische Knöllchen aus Kassel

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Rund 700 000 Knöllchen werden pro Jahr in Frankfurt an Autofahrer verteilt - und bringen etwa zwölf Millionen Euro ein.  

Kassel - Eine vom Regierungspräsidium in Kassel mitentwickelte Bußgeld-Software als Exportschlager: Sachsen-Anhalt wird als sechstes Bundesland Anwender und Weiterentwickler des Programms. Den Partnervertrag haben Hessens Innenstaatssekretär Werner Koch und sein anhaltinischer Kollege Ulf Gundlach (beide CDU) gestern in Kassel unterzeichnet.

Die Software owi21 wurde vom Land Hessen und dem kommunalen IT-Dienstleister ekom21 vor zehn Jahren entwickelt. Bußgeldverfahren laufen mit owi21 automatisch ab, wie das Innenministerium in Wiesbaden mitteilte. Auch Schleswig-Holstein, Hamburg, Thüringen und Baden-Württemberg setzen die Software ein. Mit dem neuen Partner werden jährlich mehr als 15 Millionen Ordnungswidrigkeiten über das Programm bei der Bußgeldstelle des Regierungspräsidiums in Kassel abgewickelt werden.

„Was owi21 so erfolgreich macht, ist die Tatsache, dass die Software-Experten und die Anwender sie von Anfang an gemeinsam entwickelt haben“, sagte gestern Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke. Bereits seit September 2013 nutzt außerdem die hessische Polizei die Software owi21togo - eine App für Smartphones. Damit können die Beamten Ordnungswidrigkeiten an Ort und Stelle digital erfassen und drahtlos und vollständig verschlüsselt an die zentrale Bußgeldstelle übermitteln.

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