Waldeck-Frankenberg

Eltern sind „entsetzt und besorgt“

- Waldeck-Frankenberg (r). Zur möglichen Schließung des Staatlichen Schulamtes in Fritzlar zugunsten eines Großschulamtes in Kassel beziehen die Kreiselternbeiräte Wal­deck-Frankenberg und Schwalm-Eder Stellung.

Die Elternvertreter sind „entsetzt und sehr besorgt über dieses Ansinnen“, heißt es in einer Presseerklärung zu diesem Thema. Es entstehe der Eindruck, dass die vom Landesrechnungshof initiierte Zentralisierung der Verwaltung zu Lasten der Bildungsqualität der Kinder im ländlichen Raum erfolge. Die Betreuungsfläche des neuen Amtes umfasse annähernd die Ausmaße des Regierungspräsidiums Kassel. Die weiten Wege könnten dazu führen, dass das Engagement der Eltern in den nicht schulbezogenen Elterngremien nachlasse.

Auch die Anonymität einer so großen Behörde hindere die Kreativität und Initiative der beteiligten Beschäftigten und Eltern. Eine Arbeitsgruppe der Kreiselternbeiräte hat sich eingehend mit der Problematik befasst – und eine ganze Reihe von Gründen gefunden, die für den Erhalt des Schulamtes in Fritzlar sprechen.

Den Betrieben der Region wird die Zusammenarbeit mit den übergeordneten Schulbehörden durch die Entfernungskomponente massiv erschwert und damit quasi verwehrt. Insgesamt verstoße die Ungleichstellung von Bürgern in der Fläche gegenüber denen der Ballungsgebiete gegen die Bundes- und Landesverfassung, Artikel 1, meinen die Mitglieder der Arbeitsgruppe. „Die Ignoranz der Kultusverwaltung in diesem Zusammenhang bringt uns aus der Fassung und ist nicht zum Wohle unserer Kinder, die nicht Spielball der Politik sein können. Wir fordern das Kultusministerium zu einer umgehenden, klaren Stellungnahme zur Zukunft unseres Schulamtes auf“, so die Elternvertreter.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Donnerstag, 31. März.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare