Serie „Haushalten“ Teil 9: Lasst uns über Geld sprechen – Voll unter Strom

Energie sparen - Geld sparen

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Flattern am Jahresanfang Nachzahlungsbescheide vom Stromanbieter ins Haus, ist das Zittern groß. Gut tut daran, wer rechtzeitig ans Stromsparen denkt und immer wieder den eigenen Umgang mit Energie überdenkt.

Waldeck-Frankenberg - Wie wertvoll Energie ist, erkennen selbst Sparmuffel, seitdem Heizöl, Gas, Strom und andere Rohstoffe immer teurer werden. Energiesparen wird daher für alle zunehmend interessant.

Moderne Haushalte setzen auf eine Vielzahl von elektrischen Geräten: Wasch- und Spülmaschinen, Herde, Fernseher, Computer und Lampen, Kühl- und Gefrierschränke sind gar nicht mehr wegzudenken. Es wird von ihnen erwartet, dass sie zuverlässig arbeiten und möglichst lange halten - und seitdem die Energiepreise steigen, werden in vielen Haushalten auch die Betriebskosten diskutiert.

„Der Stromverbrauch der Haushalte lässt sich in den meisten Fällen deutlich reduzieren“, unterstreicht Liane Reichhart. Die Hauswirtschaftsleiterin und Vorsitzende des DHB-Netzwerks Haushalt wird vor allem in ihrer Funktion als Leiterin der Verbraucherberatung immer wieder in Bezug Stromsparen um Rat gefragt - und weiß: Beim Stromsparen im Haushalt geht es nicht nur um die Wahl der richtigen Geräte, sondern auch um den gescheiten Umgang mit ihnen (siehe auch 12 Tipps zum Energiesparen).

Für den, der in seinem Haushalt Energie sparen möchte, ist zunächst eine Bestandsaufnahme sinnvoll. Doch wie wird die gemacht? Informationen bieten Energieberater und Energieversorgungsunternehmen - oder man borgt sich einfach ein Strommessgerät aus.

Strommessgeräte

„Die sind bei der Verbraucherberatung auszuleihen, bei Energieversorgungsbetrieben oder in Stadtbüchereien“, erklärt Liane Reichhart. Manche Geräte messen nur den Stromverbrauch, andere rechnen auch Energiekosten aus.

Die Energieagentur NRW hat die durchschnittliche Aufteilung des Stromverbrauchs in einem Haushalt errechnet, bei dem Verbrauchsschwerpunkte zu erkennen sind: Bei einem Vierpersonenhaushalt fließen laut Liste 11,4 Prozent in die Beleuchtung (Einpersonenhaushalt: 10,1 Prozent), weitere 14,1 (21,6) Prozent in Kühlen und Gefrieren, 17,6 (7) Prozent in Waschen und Trocknen, 8,8 (7,6) Prozent in den E-Herd, 6,4 (2,3) Prozent in Geschirrspüler, 10,5 (13,6) Prozent in TV-Audio, 11,4 (14,6) Prozent in Büro-Telekommunikation und 10,2 (15) Prozent in Warmwasser.

Das zeigt: Energieschwerpunkte sind durchlaufende Geräte wie Kühl- und Gefrierschrank, Beleuchtung, Unterhaltungs- und Bürotechnik sowie Warmwasserbereitung. Ein Blick auf genau diese Schwerpunkte lohnt also bei der Suche nach Einsparpotenzialen.

Euro-Label als Wegweiser

Viel einsparen kann vor allem, wer klug mit den Geräten umgeht (siehe 12 Tipps). Doch auch die Gerätewahl kann zum Energiesparen beitragen. Da rät Liane Reichhart: „Muss sowieso ein neues Gerät angeschafft werden, ist ein effizientes Gerät, das den individuellen Bedürfnissen entspricht, immer wirtschaftlicher als ein durchschnittliches Gerät. Verbraucht ein Gefrierschrank 0,1 Kilowattstunden pro Tag weniger, sind Mehrausgaben bei der Anschaffung bis rund 125 Euro wirtschaftlich“, sagt sie und erklärt weiter: „Energiesparende Geräte machen sich auf Dauer bezahlt. Wenn Sie errechnen, wie viel Sie sparen, und das mit der 10- bis 15-jährigen Lebensdauer eines guten Gerätes multiplizieren, macht das meist ein gutes Ergebnis.“ Zu achten ist auf das Euro-Label für Haushaltsgeräte: A+++ ist besonders energieeffizient, D verbraucht viel Energie. (md)

Mehr zum Thema Energiesparen lesen Sie auf zwei Seiten in der WLZ-FZ vom Freitag, 27. September

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