Wechselhaftes Wetter vergrault Badegäste

Enormer Besucher-Rückgang in den Freibädern in Waldeck-Frankenberg

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Sprung vom Drei-Meter-Brett: Den genießt hier dieser junge Mann. Grund für Freudensprünge haben die Betreiber von Freibädern im Landkreis Waldeck-Frankenberg allerdings nicht. Die Besucher-Bilanz ist äußerst bescheiden.

Waldeck-Frankenberg. Einen drastischen Rückgang an Badegästen verbuchen die Freibäder in Waldeck-Frankenberg in der jetzt zu Ende gegangenen Saison 2017. „2016 dachte ich schon, schlechter kann es nicht mehr werden, doch dieses Jahr setzt dem Negativrekord die Krone auf“, bilanziert zum Beispiel der Battenberger Schwimmmeister Dirk Dornseif.

In Battenberg wie auch im Freibad der Freizeitanlage Heloponte in Bad Wildungen hat sich die Zahl der Badgäste halbiert. Korbach meldet ein Minus von über 20 Prozent, Frankenberg von knapp 30 Prozent (siehe Hintergrund).

Das wechselhafte Wetter nennen die für die Bäderbetriebe Zuständigen als Hauptgrund. „Nach ein oder zwei Sonnentagen folgten oft schon wieder Regen und Gewitter“, sagt Manuel Emde, Badebetriebsleiter in Frankenberg. Erst wenn mindestens drei Tage am Stück Temperaturen von 25 bis 30 Grad herrschen, strömen die Menschen in die Freibäder. „Wenn, wie in diesen Sommer häufig, wechselhaftes Wetter angekündigt wird, bleiben die meisten Besucher ganz weg“, sagt er. Nur Dauerschwimmer kommen regelmäßig.

Sogar an den vereinzelt richtig heißen Tagen blieben die Besucherzahlen deshalb bescheiden: 885 Gäste war in diesem Jahr im Frankenberger Freibad der Spitzenwert, 2016 lag er bei 1086. Die höchste Besucherzahl in Korbach betrug 925, 2016 waren es 1381.

Das wechselhafte Wetter ist aber nur ein Grund für das Fernbleiben der Gäste. Denn proppenvolle Freibäder werden immer seltener. „Es gibt viele andere Freizeitangebote“, sagt Manuel Emde. „Viele Familien stellen einen aufblasbaren Pool für die Kinder in den Garten“, beobachtet Dirk Dornseif.

In der Hallenbad-Saison stellen beide Schwimmmeister aber höhere und konstantere Besucherzahlen fest. In Frankenberg waren es 2016 zum Beispiel über 39 000 Badegäste. 

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