Waldeck-Frankenberg

Erfolge unter neuem Namen fortsetzen

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- Waldeck - Frankenberg (tk). Der Name wechselt, der Erfolg soll bleiben: Einstimmig haben die Kreistagsabgeordneten der Organisationsreform für die Betreuung und Vermittlung von Langzeitarbeitslosen zugestimmt.

Aus der Arge, der „Arbeitsgemeinschaft SGB II Waldeck-Frankenberg“ wird zum 1. Januar das Jobcenter. Für dessen Kunden, rund 11 000 Menschen in 5026 sogenannten Bedarfsgemeinschaften in Waldeck-Frankenberg, ändert sich kaum etwas. Lediglich im Briefkopf der Bescheide und Informationsschreiben steht künftig ein anderer Name. Anlaufstellen für Hartz-IV-Empfänger bleiben weiterhin die Arbeitsagentur in der Korbacher Louis-Peter-Straße sowie ihre Standorte in Frankenberg, Bad Arolsen und Bad Wildungen.

„Wir sind davon überzeugt, dass das Jobcenter als Dienstleister für die Menschen, die auf Grundsicherung angewiesen sind, erfolgreich arbeiten wird“, sagte Erster Kreisbeigeordneter Peter Niederstraßer im Kreistag. Er erläuterte die Kooperationsvereinbarung, auf deren Basis Kreisverwaltung und Agentur für Arbeit künftig zusammenarbeiten werden. Der Vertrag sei in „guten und konstruktiven Gesprächen“ ausgearbeitet worden, sagte der Sozialdezernent.Seit 2005 wurden die Langzeitarbeitslosen im Landkreis von der Arge betreut.

Die Arbeitsgemeinschaft war im Zuge der Hartz-IV-Reformen als Mischbehörde aus Arbeitsagentur des Bundes und Kreisverwaltung gegründet worden. Das Bundesverfassungsgericht hatte 2007 diese Organisationsform für verfassungswidrig erklärt. Nach einer Grundgesetzänderung ist die Betreuung unter einem Dach nun doch weiter möglich. Der Landkreis konnte danach entscheiden, ob er die Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur in der Arge in einer sogenannten „gemeinsamen Einrichtung“ fortsetzt oder den Status der Optionskommune beantragt.

Mehr lesen Sie in der WLZ/FZ vom Samstag, 18. Dezember

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