Frankenberger unter anderem wegen Körperverletzung verurteilt

Erfolglose Flucht vor Polizist in Zivil

Frankenberg - Fahren ohne Führerschein, Flucht mit dem Auto und zu Fuß, Widerstand gegen einen Vollstreckungsbeamten und Verletzung eines Polizisten - ein Frankenberger ließ sich innerhalb kürzester Zeit einiges zu Schulden kommen. Dafür wurde der 49-Jährige nun verurteilt. Zum Verhängnis wurde ihm ein Polizist, der eigentlich privat unterwegs war.

Polizisten sind immer im Dienst - das bekam der 49-jährige Mann im Oktober des vergangenen Jahres und nun auch vor dem Amtsgericht in Frankenberg zu spüren.

Ein Beamter der Polizeistation Frankenberg war am Freitag, 4. Oktober 2013, in der Röddenauer Straße unterwegs, als er den Mann aus einer Spielhalle kommen sah. Der Polizist wusste, dass der 49-Jährige keinen Führerschrein hatte. Dieser wurde dem Frankenberger wegen einer Trunkenheitsfahrt bereits im April 2013 entzogen.

Dennoch setzte er sich an das Steuer eines VW-Golfs und fuhr los. Mit seinem Privat-Pkw nahm der Polizist die Verfolgung auf und verständigte seine Kollegen. Die Fahrt ging quer durch die Stadt bis zur Wohnung des Mannes. Als der 49-Jährige aussteigen wollte, erkannte er den zivilen Polizeibeamten. Er gab Vollgas und flüchtete.

In der Freilingstraße sprang der Mann aus seinem Auto und versuchte zu Fuß zu türmen. Noch bevor die Beamten der Polizeistation eingetroffen waren, holte der Polizist in Zivil den Flüchtigen ein und nahm ihn fest. Dabei wehrte sich der Frankenberger allerdings so vehement, dass er sich losreißen und erneut flüchten konnte.

Mit Hilfe eines weiteren Polizeibeamten, der in der Nachbarschaft wohnt und auf das Geschehen aufmerksam geworden war, gelang es dann gemeinsam den 49-Jährigen einzuholen und bis zum Eintreffen der Streife festzuhalten. Bei der Festnahme verletzte sich der erste Polizeibeamte schwer an einer Hand. Er brach sich einen Finger und konnte sechs Wochen lang keinen Dienst versehen.

Amtsgerichtsdirektorin Andrea Hülshorst verurteilte den Täter wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, vorsätzlicher Körperverletzung und Fahren ohne Fahrerlaubnis zu einer Geldstrafe von 6000 Euro, 2500 Euro Schadensersatz, Führerscheinsperre für ein Jahr und sechs Monate sowie Einziehung seines Autos. Neben der Verurteilung kommen weitere Kosten auf den Frankenberger zu. Das Land Hessen wird Kosten wegen des Dienstausfalls und die Krankenkasse Behandlungskosten geltend machen. Da summieren sich schnell weitere Tausende Euro. (r)

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