DAK-Report

Erkältungswelle ausgeblieben: Weniger Krankheits-Fehltage in Waldeck-Frankenberg

Erkältete Frau auf einem Sofa
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Die Erkältungssaison im Frühjahr 2021 ist in Waldeck-Frankenberg nahezu komplett ausgefallen. (Symbolbild)

Husten, Schnupfen, Heiserkeit waren zu Beginn des Jahres eher selten, wie ein Blick auf den Krankenstand im Landkreis Waldeck-Frankenberg deutlich belegt.

Waldeck-Frankenberg – „Die Erkältungssaison im Frühjahr 2021 ist nahezu komplett ausgefallen“, kommentiert Sabine Weinreich von der DAK-Gesundheit in Korbach die Ergebnisse der aktuellen Studie dazu.

Als Begründung für das Ausbleiben einer „Grippewelle“ im ersten Halbjahr gelten, wie bereits Ende 2020, die Corona-Maßnahmen mit Mindestabständen, Hygiene, Schutzmasken, Empfehlungen zum Lüften von Räumen, Homeoffice-Regelungen und die zeitweisen Schulschließungen.

Das bestätigt auch das Robert-Koch-Institut (RKI). Außerdem waren 2020 mehr Impfdosen für den Grippeschutz freigegeben worden als in den Jahren zuvor.

Mit 71 Prozent weniger Erkältungen im ersten Halbjahr 2021 ist im Landkreis jedoch ein markanter Rückgang registriert worden.

Zum Vergleich: 2016 blieb die Erkältungswelle aus und der DAK-Gesundheitsreport registrierte dabei einen Rückgang um 21 Prozent bei den Atemwegserkrankungen. Verglichen mit den aktuellen Zahlen ist die Veränderung deutlich. Die Erkältungen rangierten bisher in der Statistik für Waldeck-Frankenberg oft unter den drei häufigsten Krankheiten, die zu einer Arbeitsunfähigkeit führen.

„Im ersten Halbjahr 2021 lagen sie jedoch nur auf Platz fünf. Bis Ende Juni kamen in der Region auf 100 DAK-versicherte Beschäftigte 44 Fehltage wegen Atemwegserkrankungen, 106 Tage weniger als im Vorjahreszeitraum“, unterstreicht die DAK.

Dr. Dirk Bender, Bezirksvorsitzender des Hausärzteverbandes, kann den Trend bestätigen. „Im ersten Halbjahr haben wir weniger Arbeitsunfähigkeiten wegen Infekten registriert, seit Ende August steigen aber die Infektzahlen wieder und die entsprechenden Krankschreibungen.“

Laut Statistik des Kreiskrankenhauses in Frankenberg sind sowohl 2020, aber auch 2021 mehr Patienten wegen Lungenentzündungen behandelt worden. Hingegen sank die Zahl der Patienten, die wegen einer Verschlechterung ihrer chronischen Lungenerkrankung ins Krankenhaus kamen.

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