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Ermittlungen wegen versuchten Totschlags

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Bad Wildungen - Wegen versuchten Totschlags ermittelt die Korbacher Kripo im Fall des gewalttätigen Streits auf dem Viehmarkt.

Am frühen Samstagmorgen eskalierte eine Auseinandersetzung im Festzelt auf dem Viehmarktsgelände, bei der ein 20-jähriger Mann aus Bad Wildungen schwer verletzt wurde. Der laut Polizei stark alkoholisierte Wildunger war um 2.30 Uhr im Festzelt mit einem 29-jährigen Algerier aneinandergeraten.

Die Streithähne wurden von der Security getrennt und des Zeltes verwiesen. Beide verließen nun nacheinander das Festzelt. Draußen eskalierte die Auseinandersetzung. Mit einem zerschlagenen Bierglas ging der Algerier auf den Wildunger los, der vor dem Zelt am Boden hockte, und fügte ihm schwere Verletzungen am Hals zu. Nur glücklichen Umständen ist es laut Polizei zu verdanken, dass die Halsschlagader nicht verletzt wurde.

Die Security-Mitarbeiter drückten den Angreifer zu Boden, sodass er nicht weiter auf den Verletzten einstechen konnte.

Der Wildunger wurde mit hohem Blutverlust in ein Krankenhaus eingeliefert. Seine Verletzungen sind zwar schwer, aber nicht lebensbedrohlich, teilt die Polizei mit.

Der Angreifer wurde vorläufig festgenommen und zur Polizeistation Bad Wildungen gebracht. „Er ist der Polizei kein Unbekannter“, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Kassel erließ die Haftrichterin beim Amtsgericht Fritzlar einen Untersuchungshaftbefehl. Die Ermittlungen wegen versuchten Totschlags laufen.

Der Totschlag unterscheidet sich vom Mord nicht - wie oft irrtümlich angenommen - durch fehlenden Vorsatz. Ein Mordversuch liegt dann vor, wenn ein Angreifer heimtückisch (das Opfer konnte mit keiner Attacke rechnen) handelt, zur Verdeckung einer anderen Straftat oder aus niederen Beweggründen, zu denen etwa Gier, Eifersucht oder Lust am Töten zählen.(su)

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