Zahl der über- und untergewichtigen Schüler ist aber geringer als 2016

Ernährung: 5,5 Prozent der Kinder in Waldeck-Frankenberg sind auffällig

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Waldeck-Frankenberg. Gut jeder zehnte Erstklässler in Hessen ist zu dick. Das geht aus einer Antwort des hessischen Sozialministeriums auf die Anfrage der Frankenberger Landtagsabgeordneten Dr. Daniela Sommer (SPD) hervor. In Waldeck-Frankenberg liegt der Wert deutlich darunter: Laut Gesundheitsamt wurde 2017 bei den Schuleingangsuntersuchungen bei 5,5 Prozent der untersuchten Kinder ein „auffälliger Ernährungszustand“ festgestellt.

Im vergangenen Jahr wurden in Korbach und Frankenberg 1321 Mädchen und Jungen vor dem Schulanfang untersucht, teilt das Gesundheitsamt des Kreises mit. Bei 5,5 Prozent wurde ein auffälliger Ernährungszustand festgestellt. Allerdings: Bei der Untersuchung und Dokumentation wird nicht zwischen „übergewichtig“ und „adipös“ unterschieden und auch Untergewicht wird nicht dokumentiert. 2016 waren 1279 Kinder untersucht worden. Damals wurde noch bei 9,8 Prozent von ihnen ein auffälliger Ernährungszustand vermerkt.

Nach den Ergebnissen der vergangenen beiden Schuluntersuchungen sei der Trend im Landkreis von 2016 zu 2017 im Gegensatz zu den hessenweiten Zahlen rückläufig, so das Amt. Weiter zurückliegende Daten würden weder vom Gesundheitsamt noch vom Statistischen Landesamt erfasst, ein Erfahrungswert über mehrere Folgejahre könne deshalb nicht genannt werden.

Neben dem Ernährungszustand wird bei den Schuleingangsuntersuchungen die Grob- und Feinmotorik sowie der geistige, sprachliche und seelische Entwicklungszustand des Kindes untersucht sowie ein Hör- und ein Sehtest durchgeführt. „Ein allgemeingültiger, nachweislicher Zusammenhang zwischen Übergewicht und den erhobenen Untersuchungsbefunden kann nicht festgestellt werden,“ heißt es.

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