Agenturchef Kemper: „Positive wirtschaftliche Entwicklung“

Erneut weniger Arbeitslose in Waldeck-Frankenberg

Agentur für Arbeit
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Waldeck-Frankenberg: Viele neue Stellen wurden im Juni gemeldet, vor allem suchen Zeitarbeitsfirmen.

Die Arbeitslosenzahlen im Landkreis Waldeck-Frankenberg sinken. Im Juni waren 3208 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 150 weniger als im Mai (minus 4,5 Prozent) und 712 weniger als im Juni vorigen Jahres (minus 18,2 Prozent).

Waldeck-Frankenberg – Die Arbeitslosenquote sinkt gegenüber Mai um 0,1 Prozentpunkt auf 3,7 Prozent. Im Juni vorigen Jahren lag die Arbeitslosenquote um 0,8 Prozentpunkte höher.

Waldeck-Frankenberg liegt damit im unteren Drittel in Hessen, nur in Fulda (drei Prozent) und Vogelsbergkreis (3,6 Prozent) liegen die Arbeitslosenzahlen niedriger. Besonders hoch liegen sie aktuell in Frankfurt/Main (6,6 Prozent), Wiesbaden verzeichnet gar eine Arbeitslosenzahl von 7,5 Prozentpunkten.

Gab es im Mai noch 22 neue Anzeigen für Kurzarbeit für bis zu 202 Beschäftigte gingen im Juni noch neun neue Kurzarbeits-Anzeigen in Waldeck-Frankenberg ein, von denen maximal 55 Personen betroffen sein können. Auf Landkreisebene liegen Hochrechnungen zur tatsächlichen Kurzarbeit für Januar vor: Danach waren in Waldeck-Frankenberg 6480 Beschäftigte in 804 Betrieben in Kurzarbeit.

Zeitarbeit: Besonders viele offene Stellen

Im Agenturbezirk Korbach sind im Juni viele offene Stellen neu gemeldet worden, der prozentuale Zuwachs liegt deutlich höher als in anderen Agenturen Hessens: 1383 Stellen kamen hinzu, gegenüber Mai ein Plus von 627 (82,9 Prozent) und gegenüber Juni 2020 um 825. Zu großen Teilen geht der Zuwachs auf den Zeitarbeitsbereich zurück, vor allem aus den Berufsgruppen Metallbearbeitung, Lagerwirtschaft, Post, Zustellung, Güterumschlag sowie Bau- und Transportgeräteführung. (md)

„Der leichte Rückgang der Arbeitslosigkeit spiegelt die positive Entwicklung bei der Pandemie ebenso wider wie saisonale Effekte“, kommentiert Agenturleiter Uwe Kemper die aktuellen Zahlen. Damit rücke auch das Thema Fachkräftebedarf wieder stärker in den Mittelpunkt. „Es sind deutlich mehr offene Stellen neu ausgeschrieben worden als noch im Mai, gegenüber dem Vorjahr verzeichnen wir sogar einen Anstieg um fast 150 Prozent. Ein großer Teil der neu gemeldeten Stellen stammt von Zeitarbeitsfirmen. Das kann als Vorbote für eine weiter positive wirtschaftliche Entwicklung sprechen: Die Betriebe suchen Personal, sind aber angesichts der Corona-Ungewissheiten noch etwas zurückhaltend mit dauerhaften Stellenbesetzungen.“

Im Agenturbezirk Korbach, zu dem Waldeck-Frankenberg und der Schwalm-Eder-Kreis gehören ist die Zahl der gemeldeten Stellen deutlich gestiegen: Im Juni waren 3620 Stellen zu besetzen, 669 mehr als im Mai (plus 22,7 Prozent) und 1306 mehr als im Juni 2020 (plus 56,4 Prozent).

Von Marianne Dämmer

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