Waldeck-Frankenberg

Erzieher soll behinderte Frau missbraucht haben

- Waldeck-Frankenberg (resa). Weil er eine behinderte Frau missbraucht und vergewaltigt haben soll, steht ein 61-Jähriger seit gestern in Kassel vor Gericht. Der ehemalige Mitarbeiter einer Behindertenwerkstatt spricht aber von einer „Affäre“.

Mit einer SMS-Flut soll es 2007 begonnen haben: Der heute 61-jährige Mitarbeiter einer Behindertenwerkstatt in Waldeck-Frankenberg hatte damals unvorsichtige Annäherungsversuche an eine gerade 20-jährige Mitarbeiterin gewagt. Die aufdringlichen SMS flogen auf, der Erzieher bekam eine Abmahnung. Dieses Mal stehen ganz andere Vorwürfe im Raum: Von August bis Dezember 2008 soll der Mann aus Waldeck-Frankenberg die junge Frau im Rollstuhl mehrfach missbraucht und vergewaltigt haben. Das erklärte die Staatsanwältin gestern Morgen in Kassel vor dem Landgericht. „Ich habe mich nicht gewehrt, weil ich Angst hatte, dass er mir was antut“, bekundete die heute 23-Jährige. Schließlich habe ihr der Angeklagte gedroht. Gewollt habe sie den Sex mit dem verheiratete Mann aber nie. Der verheiratete Familienvater bestritt den Geschlechtsverkehr mit der Mitarbeiterin nicht, betonte aber, es habe sich dabei um eine „einvernehmliche Affäre“ gehandelt. „Wir sind uns gefühlsmäßig immer näher gekommen“, beschwor er. Die Initiative zum Geschlechtsverkehr sei sogar von der jungen Frau selbst ausgegangen.

Mehr dazu lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung und der Frankenberger Zeitung von Freitag, 19. Februar 2010.

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