Verspätete Zustellung: Betriebsrat sieht „strukturelles Problem“

Es ist höchste Zeit für die Weihnachtspost

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Immer mehr Pakete: Die Post hat nach Ansicht des Betriebsratsvorsitzenden Karl-Friedrich Sude nicht rechtzeitig mit Neueinstellungen auf die steigende Zahl von Sendungen reagiert.

Waldeck-Frankenberg. Damit Päckchen, Pakete und Briefe innerhalb Deutschlands vor Weihnachten ankommen, sollten die Sendungen Anfang dieser Woche auf die Reise geschickt werden.

Darauf weist Post-Sprecher Thomas Kutsch hin – wenngleich die Post den kommenden Donnerstag als letztmöglichen Einlieferungstag angibt. Witterungsbedingt oder wegen hoher Sendungsmengen kann es laut Kutsch jedoch immer zu Verzögerungen kommen. 

Auch Karl-Friedrich Sude aus Nordenbeck empfiehlt, alles frühzeitig  aufzugeben. Sude ist Betriebsratsvorsitzender bei der Deutschen Post und zuständig für die Zustellbezirke mit den Postleitzahl-Anfangsziffern „34“ und „36“. Dazu gehören Bad Arolsen und Korbach. 

Von dort hatte es zuletzt viele Beschwerden wegen verspäteter Post-Zustellungen gegeben (wir berichteten). Die Post begründete dies mit einem hohen Krankenstand unter den Zustellern und sprach zudem von Einzelfällen. 

Strukturelles Problem

Das sieht Sude ganz anders. „Dass es derzeit viele Verzögerungen bei der Zustellung gibt, ist ein strukturelles Problem bei der Post. Das sind keine Einzelfälle, weil die Probleme bundesweit auch in anderen Zustellbezirken auftreten“, so der 50-Jährige. Zwar habe sich die Lage in Korbach, Arolsen und Vöhl etwas entspannt, da aktuell alle Zusteller-Stellen besetzt seien. 

Es könne aber jederzeit wieder Probleme geben, am Freitag habe es erneut Krankmeldungen gegeben. „Die Deutsche Post hat es versäumt, mit Neueinstellungen auf die steigende Zahl von Sendungen – dazu gehören in erster Linie Pakete – zu reagieren“, sagt Sude. 

Die Arbeit sei für die Zusteller kaum noch zu schaffen. Das sorge für Stress und einen überdurchschnittlichen Krankenstand sowie für eine hohe Fluktuation unter den Zustellern, für die sich auch die Zustellbezirke immer weiter vergrößerten. „Die Folgen merkt der Kunde, indem Sendungen verspätet ankommen“, sagt Sude.

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