Redewendung vom 24. Juli 2010

Etwas aus dem Ärmel schütteln

- (nad) Die Redewendung geht auf die spätmittelalterliche Art der Kleidung zurück. Bis zum 15. Jahrhundert trugen die Menschen Roben mit weiten Ärmeln, die sie auch als Taschen benutzten.

So hatten sie wichtige Gegenstände immer dabei. Auch heute noch tragen manche (Berufs-)Gruppen weite Roben, zum Beispiel Zauberer. Sie verstecken in ihrer Kleidung Gegenstände, die sie wie aus dem Nichts hervorzaubern. Wenn etwas aus dem Ärmel geschüttelt wird, profitieren die Betroffenen von den versteckten Gegenständen. Schüttelt heute einer sprichwörtlich etwas aus dem Ärmel, meistert er etwas vermeintlich Schwieriges mit Leichtigkeit.Die Redewendung, „Die Ärmel hochkrempeln“ beschreibt das Gegenteil. Eine Arbeit wird mit Motivation und Optimismus begonnen. Die Ärmel werden hochgekrempelt, um das Vorhaben ohne störende 
Ärmel anzugehen. Außerdem verhindert das Hochkrempeln der Ärmel, dass das Kleidungsstück dreckig oder beschädigt wird.

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