Redewendung vom 29. Juni

Etwas im Schilde führen

- „Was führt der nur im Schilde?“, fragen wir uns gelegentlich, wenn wir bei jemandem zwar hinterlistige Absichten vermuten, aber nicht so genau wissen, was er denn vorhat.

Ihren Ursprung hat diese Redewendung im Mittelalter. Um einen Ritter zu identifizieren, reichte ein Blick auf seinen bemalten Schild. Zumindest für Herolde, also die Leute, die sich mit Schilden auskannten. Wer einen Herold zur Seite hatte, konnte ihn fragen, was für ein Wappen ein sich nähernder Ritter in seinem Schild führte und wer er demzufolge war. Die Antwort gab dann Ausschluss darüber, ob dieser Ritter ein Freund oder ein Feind war. Seit dem 16. Jahrhundert wird diese Redewendung meist negativ gedeutet. Möglicherweise haben Leute mit Schild keinen guten Eindruck hinterlassen. (wf)

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