Eurolotto: 18 Länder spielen um den Jackpot

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Freitags steigt das Lotto-Fieber: Dann ist Eurolotto-Zeit - auch Euro-Jackpot genannt. Menschen aus 18 Länder spielen dann um den Jackpot. Wir beantworte die wichtigsten Fragen zum Spiel.

Was genau ist Eurolotto? 

Eurolotto wird auch häufig als EuroJackpot bezeichnet – gemeint ist aber dasselbe. Hierbei handelt es sich um ein Lottospiel, welches in insgesamt 18 europäischen Ländern gespielt wird. Eurolotto wurde 2012 zunächst von einigen Staaten gegründet, ehe sich im Laufe der Zeit immer mehr anschlossen. Heute nehmen folgende Länder am Eurolotto teil: Deutschland, Dänemark, Finnland, Schweden, Norwegen, Island, Italien, Spanien, Kroatien, Ungarn, Polen, der Slowakei, Slowenien, den Niederlanden, Lettland, Litauen, Estland und Tschechien teil. Somit können insgesamt 300 Millionen Menschen mit um den EuroJackpot spielen. Spanien bildet als einziges Land eine Ausnahme, da es sowohl beim Eurolotto, als auch bei EuroMillions teilnimmt. 

Wie wird genau gespielt? 

Zunächst muss der potentielle Lottospieler fünf Zahlen aus 50 tippen. Hinzu kommen dann nochmals zwei Zahlen aus zehn Zahlen, die auch als Eurozahlen bezeichnet werden. Insgesamt gibt es 12 Gewinnklassen, auf die ein Teil des Gewinnes verteilt wird. Der andere Teil des Gewinns wird für wohltätige Zwecke, Kostendeckungen, Finanzierung, etc. verwendet. Der Hauptgewinn beim Eurolotto liegt mindestens bei 10 Millionen Euro. Als Obergrenze für einen Lottogewinn liegen bei Eurolotto derzeit 90 Millionen Euro. Die jeweiligen Eurolotto Zahlen, die zum Gewinn führen, werden jeden Freitagabend in der finnischen Hauptstadt Helsinki gezogen. 

Um 21 Uhr deutscher Zeit heißt es dann: mitfiebern. Lediglich im finnischen Fernsehen ist eine Liveübertragung möglich, jedoch nicht in den anderen europäischen Ländern. Wird bei dieser Ziehung der Jackpot von 10 Mio. Euro nicht geknackt, wird bis zur nächsten Ziehung am folgenden Freitag gewartet und der Jackpot steigt erneut an, bis er (sofern er vorher nicht geknackt wurde) bei 90 Millionen Euro steht. Jeder Betrag, der über diese 90 Millionen Euro geht, fließt automatisch in die nächste Gewinnklasse, also in die zweite Gewinnklasse. Auch hier kann sich dann ein Jackpot von höchstens 90 Millionen Euro bilden, ehe in die nächste Gewinnklasse hinunter gestuft wird. 

Kosten eines Lottoscheines und Gewinnverteilung

Jeder Lottoscheinkäufer zahlt zunächst zwei Euro pro Tipp. Je nach Land kommen zudem unterschiedliche Bearbeitungsgebühren hinzu, die sich in Deutschland auch von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. So zahlt man in Niedersachsen eine Bearbeitungsgebühr von 0,60 Cent, während man in Berlin oder Bayern mehr zahlen müsste. Wie oben bereits angemerkt wurde, werden nicht alle Einnahmen als Gewinn verwendet, sondern lediglich die Hälfte. Von dieser Hälfte wird der Gewinn in die Gewinnklassen aufgeteilt, die erste Gewinnklasse ist die höchste. In sie fließen rund 36 % des Gewinns, während in der zweiten Gewinnklasse "nur" 8,50% des Gewinnes stecken. In der fünften Gewinnklasse liegen nur 0,90% des Gewinnes. 

Die höchsten Gewinne

In der noch nicht allzu alten Geschichte des Eurolottos wurde dennoch der Jackpot von 90 Millionen Euro erreicht und sogar geknackt. 

So konnte sich am 15. Mai 2015 ein Gewinner aus Tschechien und am 14. Oktober 2016 ein Glückspilz aus Baden-Württemberg über den Megagewinn freuen. Ebenso viel Glück hatten am 1. Januar 2017 gleich fünf Spieler. Drei Gewinner aus Deutschland, ein Gewinner aus Dänemark und den Niederlanden erhielten somit noch stolze 18 Millionen Euro. 

Neuerungen im Eurolotto 

Es gab bisher nur zwei grundlegende Regeländerungen: so musste anfangs eine Zwangsausschüttung des Jackpots nach der 12. Ziehung erfolgen, diese Regelung wurde jedoch am 1. Februar 2013 aufgehoben. Eine weitere Regeländerung änderte die Ziehung der Eurozahlen: vor dem 10. Oktober 2014 wurden zwei Zahlen aus acht gezogen, nach der Regeländerung werden nun zwei Zahlen aus zehn Zahlen gezogen.

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