Waldeck-Frankenberg

Ex-Direktorin von zwei Seniorenheimen soll Geld veruntreut haben

- Frankenberg/Rhoden (apa).Die Staatsanwaltschaft Marburg ermittelt gegen die ehemalige Direktorin der Procon-Seniorenzentren „Ederbergland“ in Frankenberg und „Lustgarten“ in Rhoden. Sie soll Geld von Bewohnern und aus dem Unternehmen veruntreut haben.

Annemarie Wied, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft in Marburg, bestätigte entsprechende Informationen von WLZ-FZ: „Es liegt ein Ermittlungsverfahren vor“. Der Vorwurf: Untreue. Gegen die ehemalige Direktorin der Procon-Seniorenzentren „Ederbergland“ und „Lustgarten“ sind Anfang November Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft eingegangen. Unter anderen hatte eine Bewohnerin des Heims in Frankenberg die ehemalige Direktorin angezeigt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft geht es um eine höhere fünfstellige Summe. Aktuell ist von 50 000 Euro die Rede, dieser Betrag sei aber noch nicht gesichert, betonte die Staatsanwältin. Auch die Anzahl der geschädigten Personen stehe noch nicht fest. „Möglicherweise sind es mehrere“, sagte Annemarie Wied. Es werde in alle Richtungen ermittelt, sowohl was die Bewohner angehe als auch das Unternehmen. Untreue wird mit Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe geahndet.

Der Geschäftsführer der Procon Holding AG, Stefan Weinz, bestätigte, dass die Direktorin fristlos entlassen wurde, nachdem durch ein internes Rechnungs-Controlling finanzielle Unregelmäßigkeiten aufgefallen waren. Das Unternehmen habe Strafanzeige gestellt. Sie habe dem Unternehmen finanziellen Schaden im größeren Maße zugefügt. Der Ehemann der Beschuldigten war einer der Geschäftsführer bei Procon. Auch er ist mittlerweile aus dem Unternehmen ausgeschieden. Gegen ihn werde aber nicht ermittelt, sagte Wied.

Mehr lesen Sie in der WLZ/FZ vom Mittwoch, 12. Januar

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