Landschildkröten liegen weit vorne – Private Haltung ist nicht leicht

Exotische Tiere sind im Landkreis beliebt

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Geschützte Tiere sind seine Leidenschaft: Jürgen Völlmecke aus Bad Arolsen hält in seinem Haus mehrere seltene Landschildkröten. Bei diesen Exemplaren handelt es sich um levantinische Landschildkröten.

Waldeck-Frankenberg. Die Begeisterung für geschützte Tiere ist bei Haltern in Waldeck-Frankenberg nach wie vor groß. Darauf wies das Regierungspräsidium (RP) Kassel nach Anfrage unserer Zeitung hin. 1526 Exemplare von geschützten, meldepflichtigen Tieren gibt es im Kreis.

„Im Ranking vorne liegen europäische Landschildkröten mit 572 Exemplaren und Papageien wie beispielsweise Graupapageien mit 249 Exemplaren sowie 207 seltene Vögel heimischer Arten“, teilt das RP mit.

Zu den Haltern geschützter Tiere gehört auch Jürgen Völlmecke aus Bad Arolsen. Er nennt mehrere europäische Landschildkröten sein Eigen. „Es ist etwas ganz besonderes, sich um diese Tiere zu kümmern und ihren Charakter zu studieren“, sagt der 49-Jährige, der aber auch betont, dass die Haltung solcher geschützter Tiere nicht leicht sei. „Das muss man wissen, bevor man sich welche anschafft.“

Ähnlich drückt es auch das RP aus: „Die voraussichtliche Lebenserwartung des Tieres, der Zeitaufwand für Unterhaltung und Pflege sowie die Kosten für artgerechte Unterbringung mit Hilfe einer Heizung sollten realistisch abgeschätzt werden“, heißt es. Nicht zu unterschätzen sei auch die zu erwartenden Größe eines ausgewachsenen Exemplars. „Aus einer Geldstück großen Wasserschildkröte wird gerne mal ein Exemplar mit einem Panzerdurchmesser von 30 Zentimetern und mehr.“

Geschützte Tiere werden laut RP bei privaten Züchtern, in Zoofachgeschäften, auf Börsen und zunehmend auch im Internet gehandelt. Das RP ist auch für die Kontrolle des Handels mit Exemplaren artgeschützter Arten zuständig. Hierbei geht es um Erfüllung von Anzeige-, Kennzeichnungs- und Nachweispflichten zur originären Herkunft.

Seit 2007 gibt es laut RP in Hessen für Privathalter zudem Haltungsverbote für gefährliche Tiere – das betrifft unter anderem Schlangen wie Mambas und Kobras. 

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