Zwei Mädchen im Chemieraum des Bad Arolser Gymnasiums verletzt

Explosion an der Christian-Rauch-Schule - Video

Bad Arolsen - Explosion an der Christian-Rauch-Schule: Ein 16-jähriges und ein 17-jähriges Mädchen erlitten durch herumfliegende Glasspliter leichte Blessuren.

Rettungskräfte, Feuerwehr und Polizei hatten sich nach der Alarmierung am Dienstag gegen 12 Uhr auf das Schlimmste gefasst gemacht. Glücklicherweise verlief der Zwischenfall im Chemieunterricht glimpflich.

Die Schule war vorsorglich evakuiert worden. Für die Landung von Rettungshubschrauber war bereits die Räumung des Parkplatzes am nahe gelegenen Herkules-Markt eingeleitet worden. Doch die Helikopter brauchten nicht eingesetzt zu werden.

Bei einem Experiment im Chemieraum war es zu einer heftigen Verpuffung gekommen, die wiederum eine Abdeckung im Rauchabzug des Chemieraums zerstörte. Das Experiment war in einem Schutzkasten ausgeführt worden. Herumfliegende Glassplitter verletzten die beiden Mädchen, die zur Behandlung ins nahegelegene Krankenhaus gebracht wurden.

Die zwei Schülerinnen wurden im Gesicht zum Glück nur sehr leicht verletzt. Eine junge Frau erlitt einen Kratzer am Nasenrücken, die zweite Schülerin leichte Schnittwunden oder Kratzer an Stirn und Wange. Beiden Mädchen geht es den Umständen entsprechend gut.

Von den insgesamt 24 Personen, die sich zum Unglückszeitpunkt in dem Chemiesaal befanden, sind das glücklicherweise die einzigen Verletzten. Zu keinem Zeitpunkt kam es zu einem Gas- oder Flüssigkeitsaustritt, sodass dadurch keine weiteren Gefahren für Unbeteiligte bestanden.Gebäudeschaden ist nicht entstanden, einzig die Scheibe des Rauchabzuges ist durch die Explosion zerstört worden. Um welche Chemikale es sich handelt, die die Verpuffung auslöste, ist nicht bekannt.

Die Feuerwehr war sicherheitshalber mit Atemschutzgeräten in das Gymnasium eingerückt und lüftete nach der Inspektion der komplett geräumten Schule die Räumlichkeiten. Die Schüler gingen nach und nach wieder in das Gebäude zurück. Die Evakuation verlief vorbildlich, wie ein Polizeisprecher bescheinigte. Inzwischen hat sich die Lage beruhigt und die Schüler als auch die Lehrer konnten das Schulgebäude wieder gefahrlos betreten.

Vor Ort sind der Kreisbrandinspektor, ein Sachverständiger des Regierungspräsidiums und der Arolser Bürgermeister Jürgen van der Horst. (es/ah)

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