23-Jähriger musste sich für 15 Straftaten vor Gericht verantworten 

Fälle auch in Vöhl und Lichtenfels: Dieseldieb erhält Bewährungsstrafe

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Waldeck-Frankenberg. Wegen Diebstahls im besonders schweren Fall sowie versuchten Diebstahls hat das Schöffengericht am Amtsgericht Fritzlar einen 23-Jährigen aus dem Schwalm-Eder- Kreis zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Sie wird für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

Angeklagt waren 15 Straftaten im Schwalm-Eder-Kreis sowie in Vöhl, Lichtenfels und Bad Emstal. Das Urteil ist rechtskräftig – Verteidigung und Staatsanwaltschaft verzichteten auf Rechtsmittel.

Mit einem bereits im Vorjahr zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilten Freund war er im Herbst 2016 innerhalb von nur einem Monat in Scheunen und Gartenhäuser eingebrochen. Gestohlen wurden Dieselkraftstoff sowie land- und forstwirtschaftliches Gerät und Werkzeug. Ein großer Teil des Diebesgutes konnte nach der Festnahme der Täter den Geschädigten zurückgegeben werden.

Über 20 Minuten dauerte das Verlesen der einzelnen Straftaten. „Ja, das ist richtig“, sagte der Angeklagte gleich zu Beginn zu allen Vorwürfen und antwortete Richterin Corinna Eichler auf die entsprechende Frage: „Das darf man nicht.“ Später sagte er: „Ich entschuldige mich bei allen Leuten, dass ich ihnen so viele Unannehmlichkeiten gemacht habe. Es war Blödsinn, und ich werde das nie wieder machen.“

Der ausgebildete Metzgermeister berichtete, damals arbeitslos gewesen zu sein. Zusammen mit dem Freund sei man häufig mit zwei Autos zur Meisterschule nach Frankfurt gefahren. Den gestohlenen Kraftstoff habe man „für uns“ verwendet, aber nichts verkaufen wollen, sagte der Angeklagte. Wenn im 1000-Liter-Tank, in dem das Diebesgut gesammelt wurde, etwas gefehlt habe, habe man es wieder aufgefüllt. Bis die Polizei das Duo eines Nachts nach einem Hinweis auf frischer Tat ertappte.

Von Manfred Schaake

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