Waldeck-Frankenberg

Fahrer für Wildwechsel sensibilisieren

- Waldeck-Frankenberg (resa). Nach neuen Wegen suchen Polizei, Straßenverkehrsamt und Jagdpächter: Weil die Zahl der Wildunfälle im vergangenen Jahr wieder gestiegen ist, entwirft ein Arbeitskreis nun neue Ideen – dazu gehört auch der Abbau der Hinweisschilder.

Insgesamt 142 Verkehrsschilder, die auf Wildwechsel hinweisen, stehen an den Straßen im Landkreis – viele von ihnen bereits seit 20 oder 30 Jahren. „Die Autofahrer achten schon gar nicht mehr auf diese Schilder, also haben sie ihre Wirkung verloren“, sagt Polizeihauptkommissar Detlef Ückert, „oder die Situation an den Straßen hat sich längst verändert“.

Weil die Vorsicht der Autofahrer aber so wichtig ist, wenn es um die Reduzierung der Wildunfälle geht, hat der „Arbeitskreis Wildunfälle“ nun ein neues Hinweiskonzept erarbeitet. „Nachdem die Unfallzahlen 2009 gesunken waren, stellen wir 2010 wieder einen Anstieg fest“, erklärt Ottmar Müller, der Leiter des Verkehrsdienstes in Waldeck-Frankenberg. 942 Unfälle mit Wildbeteiligung gab es 2009, 1238 Unfälle 2010.

Das neue Konzept sieht nun vor allem den Abbau von den alt gedienten Verkehrsschildern vor: 85 Prozent der Schilder im Landkreis sollen ab- oder umgebaut werden. „An Stellen, an denen ohnehin mit Wildwechsel zu rechnen ist, wird künftig kein Schild mehr stehen“, erklärt Stephan Brühne vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Bad Arolsen. Besonders unfallreiche Stellen hingegen sollen speziell gekennzeichnet werden. Dazu gehört etwa die Strecke der Bundesstraße bei Diemelstadt. Hier sollen ebenso wie an der Burgwaldkaserne vier neue Schilder aufgestellt werden. Die sehen anders aus als bisher und sollen so für Aufmerksamkeit sorgen: Zwei große Rehe blicken den Autofahrern auf dem Plakat mit reflektierenden Augen entgegen.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Samstag, 16. April.

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