DNA-Spuren gefunden

Fall Lübcke: Polizei fasst mutmaßlichen Täter 

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Im Fall Lübcke wurde ein tatverdächtiger festgenommen. 

Festnahme im Fall des erschossenen RP Lübcke: Am Samstagmorgen gegen 2 Uhr ist ein 45-jähriger Mann von Spezialeinheiten der hessischen Polizei in Kassel festgenommen worden.

Aktualisiert um 17.35 Uhr - Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Andreas Thöne, mitteilt, erfolgte die Festnahme aufgrund eines DNA-Spurentreffers. Dieser ist derzeit das „zentrale Beweismittel“, sagte Thöne gegenüber unserer Zeitung.

Der Mann gilt als dringend tatverdächtig, so Thöne. Ermittelt werde wegen des Verdachts des Mordes. Der 45-Jährige sei am Sonntagnachmittag dem zuständigen Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Kassel vorgeführt worden. Aufgrund der Indizienlage wurde Untersuchungshaftbefehl erlassen. Der Tatverdächtige wurde in die JVA Kassel I in Wehlheiden gebracht. Sein Motiv ist unklar. Weitere Informationen zur Festnahme und zu den Ermittlungen gab die Staatsanwaltschaft am Sonntag nicht bekannt. Dies solle Anfang dieser Woche folgen.

Fall Lübcke: Hautschuppen des Verdächtigen gefunden

Nach Informationen der unserer Zeitung wurden Hautschuppen des 45-jährigen auf Lübcke gefunden. Das bedeutet: Der Mann muss bereits straffällig geworden sein, ansonsten wäre seine DNA nicht in der zentralen DNA-Analyse-Datei des Bundeskriminalamts gespeichert worden.

Wie unsere Zeitung am Sonntag erfuhr, soll der Verdächtige ein langes Vorstrafenregister haben. Wie die FAZ berichtet, soll der Mann aus dem rechtsextremistischen Milieu stammen. Nach Informationen unserer Zeitung gibt es noch keine Hinweise auf die Tatwaffe und um welche Waffe es sich überhaupt handelt. Damit stehe auch noch nicht fest, ob Lübcke aus nächster Nähe erschossen worden war. 

Die Staatsanwaltschaft Kassel und das Landeskriminalamt weisen ausdrücklich daraufhin, dass es sich bei dem festgenommenen Mann nicht um die Person handelt, die vor einer Woche am Fähranleger in Harlesiel in Gewahrsam genommen worden war. Dieser Mann war nach seiner Befragung wieder entlassen worden.

Tod des RP Lübcke: Trauerfeiern in Kassel und Istha

Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke (65) war am Sonntag, 2. Juni, tot auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen-Istha mit einer Schussverletzung im Kopf gefunden worden. Um das Tötungsdelikt aufzuklären, war die Sonderkommission „Liemecke“ mit 50 Ermittlern eingerichtet worden. 

Rund 200 Hinweise waren eingegangen, entscheidend war aber eine DNA-Spur. Am Donnerstag waren 2000 Menschen zur Trauerfeier in die Kasseler Martinskirche gekommen. Die Beisetzung fand am Samstag in Lübckes Heimat Istha statt.

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