Warnmeldungen kursieren im Internet

Falsche Feuerwehrmänner wollen Rauchmelder prüfen

Waldeck-Frankenberg. Im Internet warnen Nutzer vor falschen Feuerwehrmännern, die die Rauchmelder kontrollieren. Allerdings liegen der Polizei in Waldeck-Frankenberg keine Hinweise vor.

Über WhatsApp oder Facebook prasseln die Warnmeldungen zurzeit auf die Nutzer ein: Darin heißt es, dass in der Region eine Bande unterwegs sein soll. Diese gebe sich als Feuerwehrmänner aus. Angeblich kontrollieren sie die Einhaltung einer neuen Rauchmelderpflicht und verschaffen sich so Zugang zu den Häusern, um deren Bewohner auszurauben. Der Polizei in Waldeck-Frankenberg liegen dazu bisher keine konkreten Hinweise vor.

Die Masche an sich ist nicht unbekannt. Die Kampagne „ Rauchmelder retten Leben" kennt drei Varianten des Tricks:

1. Trick: In den meisten Bundesländern in Deutschland herrscht schon die Rauchmelderpflicht. Das machen sich einige Trickbetrüger zu Nutze. Klingelt also jemand unangekündigt an der Haustür, der angeblich die Aufgabe hat, zu überprüfen, ob die Räume tatsächlich mit Rauchmeldern ausgestattet sind, handelt es sich möglicherweise um einen Betrüger, der sich Zutritt zur Wohnung verschaffen möchte.

2. Trick: Betrüger nutzen die bestehende Rauchmelderpflicht, um gutgläubigen Mitmenschen einfachste Rauchmelder zu stark überhöhten Preisen an der Haustür zu verkaufen. Rauchmelder sollten möglichst im Fachhandel erworben werden und qualitativ hochwertig sein. Verbraucher, die besonderen Wert auf einen zuverlässigen und langlebigen Rauchmelder legen, können sich am unabhängigen Qualitätszeichen „Q" orientieren.

3. Trick: Betrüger klingeln und bieten Wartungsverträge für Rauchmelder an der Haustür an. Solche Verträge sollten genau geprüft werden. Handelt es sich tatsächlich um eine seriöse Firma oder sind Betrüger am Werk? Das Unternehmen muss über eine nachprüfbare Adresse verfügen und Kontaktdaten zur Verfügung stellen, damit im Zweifelsfall eine Gewährleistung in Anspruch genommen werden kann. Wer bei Installation und Wartung auf Nummer sicher gehen will, sollte einen Dienstleister beauftragen, der über entsprechende Qualifikationen verfügt und beispielsweise den bundesweiten Standard „Q-Geprüfte Fachkraft für Rauchwarnmelder" erfüllt.

Grundsätzlich gilt: Weder die Feuerwehr, noch durch die Feuerwehr beauftragte Personen oder eine andere Behörde kontrollieren Rauchmelder in Privatwohnungen. Die Polizei empfiehlt, in solchen Fällen die Personen keinesfalls ins Haus zu lassen und sofort den Notruf „110“ zu wählen.

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