Fachkräfte für den Landkreis gewinnen

Familienfreundlichkeit: Modellbetriebe für neues Projekt gesucht

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Werben für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf: (von links) Dr. Peter Sacher, Iris Ruhwedel, Holger Schach, Gerhard Brühl, Ulrike Remmers, Beate Friedrich, Dr. Heidemarie Krüger, Stefan Sigel-Schönig und Martin Schäfer.  

Waldeck-Frankenberg. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und das Regionalmanagement Nordhessen haben gemeinsam ein Konzept für eine „Neue Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ entwickelt.

Bis 2019 läuft das Projekt, das durch die EU gefördert wird. 15 Modellunternehmen aus Nordhessen sind bereits dabei, darunter auch zwei aus Waldeck-Frankenberg. „Wir wollen Fachkräfte binden und neue akquirieren“, sagte Martin Schäfer vom Landeskirchenamt in Kassel bei der Vorstellung des Projekts in Korbach. 

Väterfreundlichkeit voranbringen

Das Konzept der lebensphasenorientierten Personalpolitik richtet sich an Frauen und Männer gleichermaßen, soll vor allem aber auch die Väterfreundlichkeit in Betrieben und Unternehmen voranbringen. „Das Ziel ist eine volle partnerschaftliche Aufteilung bei der Fürsorge für die Kinder oder der Pflege von Angehörigen.“ 

In den teilnehmenden Betrieben und Unternehmen, von denen noch einige gesucht werden, wird zunächst geklärt, welche Möglichkeiten zur Vereinbarung von Beruf und Familie es bereits gibt. Daraus wird ein Schulungskonzept entwickelt. Individuell angepasst wird anschließend das Vorgehen, das von Projektlotsen begleitet wird. Bei jedem Teilnehmer wird ein Lotse im Einsatz sein, um beispielsweise die Karriereplanung der einzelnen Mitarbeiter auszuarbeiten. 

Work-Life-Balance

Entwickelt wurde das Konzept wegen des Fachkräfteengpasses und weil Mitarbeiter mehr Entscheidungs- und Gestaltungsmacht einfordern, so Schäfer. Ein weiterer wichtiger Grund sei die Work-Life-Balance, also der Einklang von Berufs- und Privatleben. „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine der großen Herausforderungen“, sagte Holger Schach, Leiter des Regionalmanagements Nordhessen. Arbeitgeber müssten sich verstärkt darauf einstellen, um Fachkräfte in die Region zu holen.

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