Feiern mit Urzeitdackel Zehn Jahre Geopark: Am Sonntag Fest an „Korbacher Spalte“ – Skulptur wird enthüllt

Feiern mit Urzeitdackel

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Laden zusammen mit „Procy“ ein: Norbert Panek und Christiane Gänz vom Geopark-Projektbüro präsentieren die Werbeplakate zum Fest. Foto: pr

Korbach. Der Geopark Grenzwelten besteht seit zehn Jahren. Am Sonntag, 18. September, wird das von 10 bis 18 Uhr an der Fossilienfundstätte „Korbacher Spalte“ gefeiert. Interessierte sind eingeladen, Park und Erdgeschichte an Info-Ständen und bei Aktionen kennenzulernen.

An diesem Tag präsentieren sich Partner und Akteure des Geoparks – darunter der Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg, der Arbeitskreis der Heimatbünde im Altkreis Brilon sowie die Geopark-Schulen aus Korbach, Marsberg und Bruchhausen. 

An der Infohütte des Geoparks können Kinder an Mal-Aktionen teilnehmen und nach Edelsteinen schürfen. Die Willinger Alphornbläser musizieren. Dr. Ulrike Mattig von der Expertengruppe der Geounion Alfred Wegener-Stiftung ist zu Gast. 

Um 15 Uhr werden an der Infohütte der Berliner Schule die Preise eines Schüler-Malwettbewerbs verliehen. Um 13 Uhr und um 15 Uhr beginnen kostenlose Führungen an der Spalte. Das Geofoyer Kalkturm öffnet von 10 bis 18 Uhr. Ein Steinbildhauer demonstriert seine Arbeit, zu Essen gibt es regionale Speisen. 

Nach der offiziellen Eröffnung um 10 Uhr durch den Ersten Kreisbeigeordneten Jens Deutschendorf und Bürgermeister Klaus Friedrich wird am Geofoyer Kalkturm an der Frankenberger Landstraße feierlich eine rund drei Meter lange Procynosuchus-Skulptur enthüllt.

Modellbauer Andreas Pockrandt aus Bad Wildungen hat im Auftrag des Geopark-Projektbüros aus Stahl und Betondie Skulptur geformt. Verbaut hat er dafür in drei Monaten insgesamt 280 Kilogramm Estrich, rund 360 Kilogramm Zementmörtel und 45 Kilogramm Kleber. Gut eine Tonne Gewicht bringt der Beton-„Dackel“ auf die Waage, er ist viermal so groß wie sein Vorbild.

Nach der Feier ist im Geopark noch viel zu tun: Die Infrastruktur der „Grenzwelten“ befindet sich weiter im Aufbau. Jede der zehn Regionen soll ein „Geofoyer“ erhalten, in welchem sie vorgestellt wird – bislang gibt es sie nur in Korbach, Adorf und Nieder-Werbe, erklärt Norbert Panek vom Projektbüro. 

Bis 2020 sollen Foyers im Briloner Museum, im Borkener Themenpark Kohle und Energie und im Regionalmuseum Wolfhagener Land entstehen. Eins im Burgwald steht als nächstes auf dem Plan. 

Im Herzen des Geoparks steht eine Veränderung an: „Die Informationsstelle im Wolfgang-Bonhage-Museum ist uns zu klein, wir kriegen einen größeren Raum“, erklärt Norbert Panek. Es gebe bislang nur ein grobes Konzept, aber Exponate und eine Mediathek sollen Besuchern das Leitmotto „Grenzwelten“ näher bringen. 

Das 70 000 bis 80 000 Euro teure Projekt stehe in den nächsten Jahren an, die Stadt sei einverstanden: „Es geht nur noch darum, das ganze mit Leben zu füllen“, erklärt Panek. (r/wf)

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